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INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

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Regierung ohne jegliches Moralgefühl Kommentare europäischer Zeitungen zum Startverbot für russische Leichtathleten: Lidove noviny (Prag, Tschechien): „Wir erinnern ...

Regierung ohne

jegliches Moralgefühl

Kommentare europäischer Zeitungen zum Startverbot für russische Leichtathleten:

Lidove noviny (Prag, Tschechien): „Wir erinnern uns: Die Sowjetunion war in Afghanistan eingefallen. Die USA und einige andere Staaten boykottierten daraufhin die Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Die kommunistischen Staaten Europas mit Ausnahme Rumäniens fehlten in einer Gegenreaktion vier Jahre später bei den Olympischen Spielen von Los Angeles. Damals war es ein politischer Boykott, der von den höchsten Stellen im Staate gesteuert wurde. Diesmal kam die Initiative aus dem Sport heraus. Denn Russland hat mit sehr unfairen Praktiken in den Sport eingegriffen.“

Nepszabadsag (Budapest, Ungarn): „Die internationale Sportwelt ist machtlos, wenn sich nicht ein einzelner Athlet, sondern ein ganzer Staat zum Betrug entschließt. In besonderem Maße verwerflich ist es, wenn (wie in Russland) eigens dafür eingerichtete staatliche Strukturen sowie die Geheimdienste die Doping-Berichte fälschen. Russland wird von Menschen ohne jegliches Moralgefühl regiert. Es ist bezeichnend, dass der außenpolitische Sprecher selbst jetzt noch von einem „Angriff auf die Popularität Putins“ spricht. Man glaubt weiterhin, dass die Gold- Medaillen nur dem Ruhm des Kremls dienen.“ 

DNA (Straßburg, Frankeich): „Die Strafe ist in Umfang und Konsequenzen beispiellos, aber nicht ohne Präzedenzfall (siehe die bulgarischen Gewichtheber 2008). Sie ist zum Teil ungerecht, wie alle Kollektivstrafen, aber sie war notwendig. Irgendwann muss jemand Grenzen aufzeigen und diesen verrückten Rüstungs-Wettlauf bremsen. (...) Andere Sportler in den USA, in Frankreich oder Afrika dopen sich, ja, aber nicht unter dem Schutz der Staatsmacht. Wie zur Zeit der UdSSR und der Wundermädchen der Ex-DDR, wie von jeher in China, ist der Sport wieder ein Propagandainstrument für den Kreml geworden. Die Dinge sind in den letzten zehn Jahren viel zu weit gegangen, und die gesammelten Beweise sind erdrückend.“

Versöhnung ist

dringend notwendig

Meinungen zur Situation in der Türkei:

Financial Times (London, Großbritannien): „Die Wirtschaft der Türkei leidet unter der politischen Instabilität. Damit steigt das Risiko sozialer Spannungen und eines institutionellen Zusammenbruchs. Erdogan verschlimmert die Lage nur, wenn er die Konfrontation antreibt – indem er zum Beispiel zu weiteren Straßendemonstrationen seiner islamistischen Anhänger aufruft, ein 

gefährlicher Schritt in einem Land, dessen Immunsystem bereits durch den Dschihadismus geschwächt wurde. Man kann nur hoffen, dass er erkennt, wie dringend notwendig jetzt Versöhnung ist, damit man sich auf den Wiederaufbau des Staatswesens konzentrieren kann.“

de Volkskrant (Amsterdam, Niederlande): „Erdogans Ziel ist offenbar eine islamische Republik, in der jedwede Opposition unterdrückt und demokratische Grundrechte wie die Freiheit der Meinungsäußerung und der Schutz von Minderheiten missachtet werden. Das ist vor allem eine Tragödie für das türkische Volk. Aber es hat auch Folgen für die EU. Sie muss alles daran setzen, mit einer wirksamen Bewachung ihrer Außengrenzen und einer praktikablen sowie zugleich humanen Flüchtlingspolitik zu beginnen, damit sie weniger abhängig wird von dem unberechenbaren Potentaten in Ankara.“

LN

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