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INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

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Die Unterstützung ganz Europas verdient Kommentare europäischer Zeitungen zu den Gewalttaten der vergangenen Tage in Deutschland: Financial Times (London, Großbritannien): ...

Die Unterstützung ganz

Europas verdient

Kommentare europäischer Zeitungen zu den Gewalttaten der vergangenen Tage in Deutschland:

Financial Times (London, Großbritannien): „Die deutsche Regierung verdient Anerkennung für ihre bislang angemessene Reaktion. Das Innenministerium hat die Polizeipräsenz an Flugplätzen und Bahnhöfen verstärkt und mehr Kontrollen an Deutschlands Grenzen angeordnet. Die Regierung eifert aber nicht Frankreich und Belgien nach und setzt Tausende von Soldaten auf den Straßen der großen Städte ein. Es gibt strikte verfassungsmäßige Einschränkungen für den Einsatz der Armee im Inland. Solange es keinen erheblich größeren nationalen Notstand gibt, ist es richtig, dass Frau Merkels davon Abstand nimmt. Der frühere westdeutsche Staat hat vor allem in den 70-er Jahren einen langen Kampf gegen den linksextremen Terrorismus der RAF geführt. Das moderne Deutschland ist eine erwachsene Demokratie; deren Entschlossenheit, die Rechte der Bürger und die der großen Mehrheit der Flüchtlinge zu schützen, die dort in friedlicher Absicht angekommen sind, verdient die Unterstützung ganz Europas.“ 

El Mundo (Madrid, Spanien): „Die Regierungen müssen in diesen Zeiten in besonderem Maße auf den Aufschwung von Populismus und Fremdenfeindlichkeit achten. In ganz Europa versuchen die ultrarechten Parteien, aus der  verständlichen Angst der Bürger Kapital zu schlagen und neue Anhänger zu gewinnen. Deshalb müssen wir Demokraten ganz klarstellen, dass sie nicht die Lösung haben.

Kein Terrorexperte erklärt die Attentatswelle mit der Einwanderungspolitik der EU oder mit der Massenankunft von Flüchtlingen der  vergangenen Jahre. Unter anderem auch deshalb, weil die Mehrheit der Terroristen, die die jüngsten Anschläge verübt haben, in Europa geboren und hier von (der Terrormiliz) IS angeworben wurden.“

Evenimentul Zilei (Bukarest, Rumänien): „Grundsätzlich muss jeder Erklärungsansatz von den Gründen der Isolation der Nachkommen der Zugewanderten in der zweiten und dritten Generation ausgehen. Von ihrer Diskriminierung, von der Identitätskrise, die sich daraus ergibt, dass sie in der westlichen Gesellschaft nicht akzeptiert werden, dass sie an den Rand geschoben werden, hin zu marginalen und schlecht bezahlten Arbeitsplätzen, schwacher Ausbildung, hin zu Gangs, Verbrechen und Radikalismus. Der nicht integrierte, diskriminierte und bedrängte Ausländer wird zu extremer Gewalt gegen die Gesellschaft greifen, die ihn ablehnt.“

LN

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