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Im Stich gelassen

Heute Flüchtling, morgen auch Im Stich gelassen

Um die Weltgemeinschaft zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu bewegen, versuchte es UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern mit einem lichten Ausblick: „Heute sind ...

Um die Weltgemeinschaft zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu bewegen, versuchte es UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gestern mit einem lichten Ausblick: „Heute sind es Flüchtlinge“, sagte Ban auf der UN-Flüchtlingskonferenz in Genf. „Morgen könnten es Studenten und Professoren sein, Wissenschaftler und Forscher, Arbeiter und Pfleger.“ Ban klang wie ein verzweifelnder Erzieher, der angesichts der Tollheit um ihn herum den Glauben an die Pädagogik verliert.

 

LN-Bild

Von Marina Kormbaki

Appelle an Mitmenschlichkeit verfangen bei nur wenigen UN-Staaten. Das Leid der Geflüchteten kümmert die meisten EU-Regierungen ebenso wenig wie die Monarchen am Golf. Eine Ignoranz, die sich in der Kluft zwischen feierlich verkündeten Beschlüssen und den ausbleibenden Taten offenbart.

Heute sind es Flüchtlinge — und wahrscheinlich werden sie es noch lange bleiben. Aus den Kindern in den Lagern von Zaatari und Idomeni werden wohl keine Forscher werden. Fragen werden sie einst dennoch haben. Zum Beispiel, warum die Welt sie damals so im Stich gelassen hat.

LN

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