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Investoren fürchten eine neue globale Krise

INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN Investoren fürchten eine neue globale Krise

Kommentare europäischer Zeitungen zu den derzeitigen Börsenturbulenzen und anderen Themen.

La Croix (Paris, Frankreich)

„Normalerweise möchte man dies als eine schlechte Phase betrachten, bevor das Wachstum zurückkehrt. Doch von einer schlechten Phase zur nächsten erkennt man immer deutlicher, dass unser Wirtschaftsmodell anfällig und sogar unvorhersehbar ist. Anstatt auf eine Rückkehr des Wachstums zu warten wie auf Godot, sollte man auf Abhilfe sinnen. Man sollte eine Wirtschaft aufbauen, die vielleicht weniger Wohlstand, aber mehr Aktivität produziert; die vielleicht weniger finanzielle Vorteile bringt, dafür aber den Menschen hilft.“

Neue Zürcher Zeitung (Zürich, Schweiz)

„Die Anleger werden nervös. Daran gewöhnt, bei Kursrückschlägen nachzukaufen, ließen sie sich am Anfang nur bedingt von den Kursturbulenzen an den verschiedenen Märkten beeindrucken; das hat sich aber in den vergangenen Tagen geändert. Viele Investoren gehen inzwischen davon aus, dass frühere Wachstumserwartungen zu optimistisch waren, dass die großen Banken in schwierigem Umfeld schlechte Geschäfte machen und möglicherweise gar zu Kapitalerhöhungen gezwungen werden. Allerdings lassen sich hohe Volatilitäten und häufige Schlagzeilen über die Kursturbulenzen auch positiv sehen. In der Vergangenheit waren sie oft ein Vorzeichen für die Kapitulation der Anleger und den möglichen Beginn einer Gegenbewegung.“

El Mundo (Madrid, Spanien)

„Die Panik, die die Weltbörsen in den vergangenen Tagen ergriffen hat, zeigt, wie sehr die Investoren den unmittelbar bevorstehenden Ausbruch einer neuen globalen Krise befürchten. Für viele hatte die wirtschaftliche Erholung schon begonnen, aber die Märkte senden nun eine klare Alarmbotschaft. (...) Die Warnung der Märkte ist eine gute Gelegenheit, über die Maßnahmen nachzudenken, mit denen die Behörden die Krise von 2007 bekämpft haben. Die aggressive Expansionspolitik der Notenbanken hat nicht ausgereicht, um ein nachhaltiges Wachstumsmodell zu fördern, das Krisen verhindert und die Ungleichheit eindämmt. Es ist nötig, nach alternativen Lösungen zu suchen.“

Schande für die Weltgemeinschaft

Meinungen zum Fall von Aleppo

Le Monde (Paris, Frankreich)

„Eines ist klar: Russland hat beschlossen, die Genfer Verhandlungen über eine Feuerpause in Syrien zu torpedieren. Man setzt auf eine militärische Lösung. Der Islamische Staat (IS) wird zurzeit von der Offensive der Russen verschont. Zu den Verlierern gehören die zwei großen Förderer des bewaffneten Aufstands in Syrien, die Türkei und Saudi-Arabien, die auf den Sturz des Regimes von Machthaber Baschar al-Assad gesetzt haben.“

Hospodarske noviny (Prag, Tschechien)

„Das Drama in Aleppo droht zur zweifachen Schande für die Weltgemeinschaft zu werden. Zum einen müssen die Menschen aus der einst bevölkerungsreichsten syrischen Stadt fliehen, und das kurz vor der Umzingelung. Zum anderen droht aus dem einstigen ökonomischen Herzen des Landes eine Stadt zu werden, in dem das Regime von Baschar al-Assad mit Unterstützung Russlands und des Irans mit Waffengewalt eine Entscheidung herbeiführt — und das um jeden Preis. ... In dieser Situation wird die Zahnlosigkeit der Vereinten Nationen besonders schmerzhaft deutlich.“

LN

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