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Kalte Füße

Der Rückzug von Boris Johnson Kalte Füße

Monatelang galt Boris Johnson als Favorit für die Nachfolge David Camerons als britischer Premier. Nun plötzlich will er nicht mehr.

Monatelang galt Boris Johnson als Favorit für die Nachfolge David Camerons als britischer Premier. Nun plötzlich will er nicht mehr. Offenbar hat jener Mann, der als Wortführer maßgeblich am Erfolg der EU-Gegner beteiligt war, kalte Füße bekommen. Glaubt man Kollegen von Johnson, hatte dieser auf einen knappen Sieg der EU-Freunde gesetzt. Das hätte ihn als Europaskeptiker geadelt, sein Ansehen gesteigert und ihm wohl einen Ministerposten eingebracht. Nun kam alles anders. Plötzlich fordern alle Seiten Antworten von Johnson, der aber keine liefern will – oder kann.

Seine Beliebtheit ist geschrumpft, hinzu kommt: Der künftige Premier steht vor komplexen und langwierigen Verhandlungen mit der EU. Noch größer ist die Herausforderung, das Land zu versöhnen. Solche Momente hinterlassen nur selten politische Gewinner. Der opportunistische Karrierist Johnson weiß das. In einigen Jahren dürfte er aber wiederkommen. Wenn jemand anderes das Chaos, das er mit angerichtet hat, aufgeräumt hat und die schwierigen Zeiten vorbei sind.

LN

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