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Lübeck, sag ja!

„Passat“-Hochzeiten gestrichen Lübeck, sag ja!

Sollte Lübeck tatsächlich auf die "Passat-Hochzeiten" verzichten? Nein findet der stellvertretende Chefredakteur der LN, Lars Fetköter.

Klar, Lübeck muss sparen. Die Hansestadt ist tief verschuldet. Es gehört nicht zu den zwingenden Aufgaben einer Stadtverwaltung, die Hochzeit ihrer Bürger durch eine besonders spektakuläre Umgebung aufzuladen. Auch richtig.

 

LN-Bild

Von Lars Fetköter

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Aber Lübeck will auch strahlen. Junge Menschen anlocken, Familien ein attraktives Zuhause bieten und damit seine eigene Zukunft sichern. Seit neun Jahren geben sich Paare auf der „Passat“ das Jawort, für die Brautleute und all ihre Gäste ein unvergesslicher Moment, auch wegen der einzigartigen Umgebung. Wenn Innensenator Bernd Möller dieses Angebot aus Personalmangel streicht, verliert der Trauungsort Lübeck gegenüber den Leuchttürmen und Schlössern des Umlands an Anziehungskraft.

Der Entschluss ist kleinkariert und hoffentlich nicht Lübecks letztes Wort. Warum wird nicht die Gebühr für die Trauung auf der Viermastbark erhöht? Oder das Zusatzangebot (Party an Bord, Hochzeitssuite unter Deck) offensiver vermarktet? Höhere Einnahmen ließen den Aufwand verschmerzen.

Lübeck, gib dir einen Ruck — und sag: Ja, ich will!

Lars Fetköter

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