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Lübeck schafft das Abschieben nicht

Kommentar Lübeck schafft das Abschieben nicht

1000 Asylbewerber wollte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe abschieben. Doch von der Theorie zur Praxis ist es oft ein weiter Weg - aus der 1000 ist bis jetzt eine 22 geworden. Die Gründe dafür sind aber stichhaltig, findet unser Redakteur Kai Dordowsky.

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Von Kai Dordowsky

Angela Merkel sagte, wir schaffen das, und dann hatten wir eine Willkommenskultur. Monate später erklärten Kritiker, wir schaffen das nicht, es startete die Verabschiedungskultur. CDU-Landeschef Ingbert Liebing wollte sogar das Fernsehen dazu bitten, wenn es aus Deutschland rausgeht.

Auch Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) machte die Ausweisung von Flüchtlingen zum Thema. Wer nicht als Asylbewerber anerkannt wird, der muss gehen — sagte Saxe und ließ seine Ausländerbehörde recherchieren, wie viele das in Lübeck sein könnten. Heraus kam eine Zahl von bis zu 1000.

Von der Theorie zur Praxis ist es oft ein weiter Weg. Menschen, die Zuflucht suchen, kann ein Rechtsstaat nicht einfach rausschmeißen — und das ist gut so. Die griffige Zahl von 1000 abschiebefähigen Flüchtlingen schnurrt schnell zusammen, wenn individuelle Schicksale berücksichtigt werden. Aktuell sind es 22. Der Bericht der Stadt entlarvt aber noch etwas anderes: Die gleichen Behörden, die mit der Willkommenskultur überfordert sind, sind es beim Abschieben auch.

Ein Kommentar von Kai Dordowsky

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