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Griechenland und die Flüchtlinge Retten oder schießen

Griechenland hat keinen leichten Stand in der Flüchtlingsdebatte. Der Strom der Schutzsuchenden, die über die Ägäis kommen, reißt nicht ab. Der Schlüssel zur Lösung des Problems liegt in der Türkei.

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Von Gerd Höhler

Griechenland hat keinen leichten Stand in der Flüchtlingsdebatte. Der Strom der Schutzsuchenden, die über die Ägäis kommen, reißt nicht ab. Der Schlüssel zur Lösung des Problems liegt in der Türkei.

Doch bisher ist nicht festzustellen, dass Ankara sich an die Zusagen hält. Die Türkei fordert mehr Geld von der EU. Man kann das als Gefeilsche bezeichnen. Erpressung wäre das passendere Wort.

Weil die Türkei nicht mitspielt, bekommen jetzt die Griechen den schwarzen Peter zugeschoben. Sie müssten endlich ihre Ägäisgrenze wirksam sichern, lautet die immer nachdrücklicher vorgetragene Forderung. Die Wirklichkeit ist leider kompliziert. Die geforderte „Sicherung“ der Außengrenze in der Ägäis könnte in letzter Konsequenz nur darin bestehen, die Flüchtlingsboote beim Erreichen der griechischen Hoheitsgewässer zu versenken. Genauso aberwitzig ist der Plan, Griechenland zum Flüchtlingsgefängnis Europas zu machen. Für die politische Stabilität des Krisenlandes wäre das verheerend.

LN

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