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Trickserei bei Diagnosen Schlechte Anreize

Für Patienten ist dies die wichtigste Nachricht: Bei der Manipulation von Diagnosen wird ihre Gesundheit nicht geschädigt.

Für Patienten ist dies die wichtigste Nachricht: Bei der Manipulation von Diagnosen wird ihre Gesundheit nicht geschädigt. Der Arzt nutzt nur seinen Spielraum bei der Kennzeichnung einer Krankheit:

 

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Von Udo Harms

Theoretisch könnte so im Abrechnungssystem aus haltungsbedingten Brustschmerzen ein Verdacht auf Herz-Kreislauf- Beschwerden werden. Die Kasse bekommt so mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds – und zahlt dem Doktor dafür einen Obolus.

Es scheint so, als ob diese Trickserei in unterschiedlichen Varianten bei diversen Krankenkassen üblich ist. Sieht man sich die Summen an, um die es geht, muss man allerdings eher von Betrug oder gar organisierter Kriminalität sprechen: Milliardenbeträge sollen so im Gesundheitssystem falsch verteilt worden sein.

Der Risikostrukturausgleich, der eigentlich für fairen Wettbewerb zwischen den Kassen sorgen soll, setzt Fehlanreize. Am Ende wird das Gesundheitssystem weiter aufgebläht, die Beiträge steigen, und so wird der Patient letztlich doch geschädigt – zumindest sein Portemonnaie.

LN

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