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Schlimmer Verdacht

Deutsche Hilfe für Assads Giftgas? Schlimmer Verdacht

Der Einsatz von Giftgas wie am 21. August bei der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein schweres Kriegsverbrechen.

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Von Rüdiger Wenzel

Der Einsatz von Giftgas wie am 21. August bei der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein schweres Kriegsverbrechen. Und schwer lastet der Verdacht auf Deutschland, dem syrischen Regime Zutaten für die Produktion des tödlichen Gases Sarin geliefert zu haben.

Nicht absichtlich, gewiss. Aber es ist zu befürchten, dass zwei Bundesregierungen zu leichtfertig den Export von Chemikalien, die zur Herstellung von Sarin benötigt werden, genehmigt haben.

Dabei ist das Problem mit der Lieferung von Produkten, die sowohl für friedliche als auch für tödliche Zwecke verwendet werden können, nicht neu. In den 1980er Jahren standen schon einmal deutsche Unternehmen unter Verdacht, dem Irak und Libyen zu Chemiewaffen verholfen zu haben — mit der Lieferung von Anlagen zur angeblichen Herstellung von Pflanzenschutzmitteln.

Was sollte die Konsequenz sein? Eine Verschärfung der Exportregeln: An Länder, die die Chemiewaffenkonvention nicht unterschrieben haben, darf aus Deutschland nichts geliefert werden, woraus man Giftgas herstellen kann.

LN

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Berlin
Inspektoren der Vereinten Nationen untersuchten im vergangenen Monat das Gebiet bei Damaskus, in dem mehr als 1000 Menschen durch Chemiewaffen getötet worden waren.

Wegen des Giftgas-Einsatzes steht Syrien massiv in der Kritik. Jetzt kommt raus, dass Deutschland Substanzen geliefert hat, mit denen Sarin entwickelt werden kann.

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