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Spaßbude für alle?

Elitäre Elbphilharmonie Spaßbude für alle?

Die Hamburger scheinen sich mit ihrer Elbphilharmonie ausgesöhnt zu haben. Jedenfalls sind diejenigen Hamburger inzwischen stolz auf den Bau, die einmal das Publikum ...

Die Hamburger scheinen sich mit ihrer Elbphilharmonie ausgesöhnt zu haben. Jedenfalls sind diejenigen Hamburger inzwischen stolz auf den Bau, die einmal das Publikum des 789 Millionen Euro teure Konzerthaus mit angeschlossenem Vier-Sterne-plus-Hotel darstellen werden. Alle anderen äußern sich nicht (mehr).

 

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Von Michael Berger

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Und so konnte Intendant Christoph Lieben-Seutter gestern protzend Weltstars für die erste Saison ankündigen. Bürgermeister Scholz bemühte wieder einmal die Sage, dass Musik verbinde und die Elbphilharmonie „kein Musentempel aus Samt und Seide für die oberen Zehntausend“ werde.

Wahr ist: Musik trennt. In Klassik-Aristokratie und Pop-Prekariat, in Jazz-Boheme und Volksmusik-Tümler. Sicher, das Haus wird nicht nur Klassik bieten. Aber dass die Einstürzenden Neubauten oder der Jazzpianist Jason Moran nicht elitär seien, das kann niemand behaupten. Gegen das Elitäre, das Teure im Konzertleben wäre im Übrigen wenig einzuwenden — wenn der Palast nicht wahrheitswidrig als Spaßbude für alle verkauft würde.

LN

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