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Systemstreit

Einweg oder Mehrweg? Systemstreit

Als Jürgen Trittin vor 13 Jahren das Dosenpfand einführte, wurde er angefeindet, von Handelskonzernen und Getränkeherstellern.

Als Jürgen Trittin vor 13 Jahren das Dosenpfand einführte, wurde er angefeindet, von Handelskonzernen und Getränkeherstellern. Aber auch gelobt, von all jenen, denen Wegwerfbehältnisse ein Gräuel waren. Inzwischen ist die Vermüllung der Landschaft weitgehend gestoppt, eben weil es ein Pfand von in der Regel 25 Cent je Einwegverpackung, Dose oder Flasche, gibt. Ein gutes Argument gegen das Wegwerfen.

 

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Von Reinhard Zweigler

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Doch ist die erhoffte Stärkung des Mehrwegsystems nicht eingetreten. Es ist im Gegenteil dramatisch geschrumpft. Das liegt vor allem daran, dass Getränke, etwa in PET-Einwegflaschen, in der Regel wesentlich billiger sind als jene in Mehrwegflaschen. Das von Trittin eingeführte Einwegpfand erwies sich als zahnloser Tiger, weil es für das Unterschreiten der angestrebten Mehrwegquote keine Gegenmaßnahmen vorsah. Das war seinerzeit vor allem von den Ländern durchgedrückt worden. Doch statt nun ideologisch über Einweg oder Mehrweg zu streiten, sollte das ökologisch vorteilhaftere System gefördert werden. Das ist, in aller Regel, Mehrweg.

LN

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