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Tsipras in Not

Neue Griechenkrise in Sicht Tsipras in Not

Heute reist der griechische Regierungschef Alexis Tsipras zum Weltwirtschaftsforum nach Davos.

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Vergebene Chance

Von Gerd Höhler

Heute reist der griechische Regierungschef Alexis Tsipras zum Weltwirtschaftsforum nach Davos. Es ist sein erster Auftritt dort, fast auf den Tag ein Jahr nach dem ersten Wahlsieg seines Linksbündnisses Syriza.

Aber der griechische Premier fährt nicht unbeschwert in die Schweizer Berge. In Athen lässt er viele ungelöste Probleme zurück. Seine unpopulären Pläne zur Steuer- und Rentenreform treiben Demonstranten auf die Straßen und stoßen auch in der eigenen Partei auf Widerspruch. Die Verhandlungen mit den Gläubigervertretern, der früheren Troika, stocken, weil Athen mit den vereinbarten Reformschritten im Rückstand ist. Ein weiteres Problem: Die konservative Opposition hat einen neuen Führer. Der 47-jährige Kyriakos Mitsotakis gehört zum liberalen Flügel der Nea Dimokratia, will die Partei zur Mitte öffnen und vor allem junge Wähler anziehen.

Tsipras bekommt in Mitsotakis einen ernstzunehmenden Gegner. Offen ist, wie der Premiere auf die neue Lage reagiert. Er könnte versuchen, Neuwahlen herbeizuführen, bevor der neue Oppositionschef Tritt gefasst hat. In diese Richtung deutet eine für den 24. Januar geplante Tsipras-Massenkundgebung in Athen. Bericht Seite 4

LN

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