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Vergebene Chance

JVA-Skandal vor Gericht Vergebene Chance

Ja, juristisch gesehen kann sie die Aussage verweigern. Nach moralischen Maßstäben aber hätte Agnete Mauruschat, ehemalige Chefin der Lübecker Justizvollzugsanstalt, ...

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Von Curd Tönnemann

Ja, juristisch gesehen kann sie die Aussage verweigern. Nach moralischen Maßstäben aber hätte Agnete Mauruschat, ehemalige Chefin der Lübecker Justizvollzugsanstalt, gut daran getan, mit ihrer Aussage an einer Aufklärung der Geiselnahme an Heiligabend 2014 mitzuwirken. Zu viele Fragen sind offen. Mauruschats Verhalten gibt Rätsel auf — um es vorsichtig auszudrücken.

Im Raum steht der Vorwurf der versuchten Vertuschung. Wollte Mauruschat die schnell beendete Geiselnahme am liebsten nicht an die Polizei und Staatsanwaltschaft melden? Fürchtete sie um den guten Ruf ihres Hauses? Täuschte sie ihre Ministerin?

Mit einer Aussage hätte Mauruschat die Chance gehabt, Vorwürfe gegen ihre eigene Person auszuräumen. Stattdessen wird vorm Lübecker Landgericht umfänglich JVA-Personal befragt. Die Angeklagten dürfen unterdessen mit einem milden Urteil rechnen. Auch dank Mauruschat. Und diese Frau arbeitet immer noch in Staatsdiensten — ausgerechnet im Justizministerium.

LN

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