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Ab 0,3 Promille droht Idiotentest Vernünftig

Die deutschen Verwaltungsgerichte schaffen Fakten. Nach Urteilen aus mehreren Bundesländern kann es entgegen bisheriger Praxis schon mit deutlich unter 1,6 Promille ...

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Von Oliver Vogt

Die deutschen Verwaltungsgerichte schaffen Fakten. Nach Urteilen aus mehreren Bundesländern kann es entgegen bisheriger Praxis schon mit deutlich unter 1,6 Promille zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung — im Volksmund: Idiotentest — gehen. Für die Betroffenen ist das unangenehm. Denn die MPU ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch teuer.

Gleichwohl ist die neue Rechtslage, die die Gerichte jetzt praktisch durch die Hintertür einführen, vernünftig. Personen, die nachweislich ein problematisches Verhältnis zum Alkohol haben und sich dennoch hinter das Steuer setzen, sollte man sich genau anschauen. Die bisher geltende (und extrem großzügige) 1,6-Promille-Hürde ist vollkommen unnötig.

Es ist gleichwohl unwahrscheinlich, dass sich mit einer strengeren Auslegung der Gesetze die Zahl der Alkoholfahrten reduzieren wird. Laut ADAC fliegt wegen kaum noch stattfindender Verkehrskontrollen heute nur noch einer von 600 Alkoholsündern auf. Ein drohender Idiotentest dürfte als Abschreckung daher auch nicht zünden.

LN

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