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Verstöße bei Organspenden Vertrauen fehlt

Spitzensportler, Schauspieler und andere Sympathieträger halten seit einigen Wochen auf Plakaten und in Anzeigen eine kleine rechteckige Karte hoch.

Spitzensportler, Schauspieler und andere Sympathieträger halten seit einigen Wochen auf Plakaten und in Anzeigen eine kleine rechteckige Karte hoch. Die Werbeaktion ist gut gemeint, aber sie verfehlt offenbar ihre Wirkung. Mehr als 11 000 Menschen benötigen in Deutschland ein Spenderorgan, im ersten Halbjahr 2013 haben aber nur 459 Menschen nach ihren Tod Organe gespendet. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren, trotz der Werbekampagne zeigt die Tendenz nach unten.

Der Wendepunkt in der Spendenbereitschaft war offensichtlich die Aufdeckung einer schändlichen Praxis in den Universtätskliniken im Sommer vergangenen Jahres. Was sich einzelne Ärzte mit ihren Manipulationen herausgenommen haben, hatte demnach eine zweifach böse Wirkung. Nicht nur ist das Leiden von Menschen verlängert worden, die auf den Dringlichkeitslisten weiter vorne standen, bis hin zu möglichen Todesfällen. Die betrügerischen Mediziner haben auch das zerstört, worauf es in diesem sensiblen Bereich der Medizin ankommt: Vertrauen.

LN

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Ein Jahr nach der Aufdeckung von Organspende-Betrugsfällen liegt der Abschlussbericht der Prüfungskommission von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen vor:

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