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Viele Verlierer

Urteil im Lübecker JVA-Prozess Viele Verlierer

Geiselnahme ist kein Kavaliersdelikt: Das hat das Landgericht Lübeck klargestellt — und das ist wichtig und richtig so.

Geiselnahme ist kein Kavaliersdelikt: Das hat das Landgericht Lübeck klargestellt — und das ist wichtig und richtig so. Den Hauptangeklagten wird das Urteil von sechs Jahren und acht Monaten nicht großartig schockiert haben, der 23-Jährige sitzt in der JVA sowieso eine lebenslange Haftstrafe ab. Aber potenzielle Nachahmer könnten sich abgeschreckt, das Opfer darf sich ernstgenommen fühlen.

Was Heiligabend 2014 in Lauerhof tatsächlich geschehen ist, werden wir wohl nie erfahren. Dafür war das Krisenmanagement zu dilettantisch. JVA-Leiterin Agnete Mauruschat informierte Polizei und Staatsanwaltschaft viel zu spät, musste zu Recht ihren Posten räumen, die Ermittlungen wegen eines Vertuschungsverdachts wurden aber eingestellt. Auch Justizministerin Anke Spoorendonk geriet unter Druck, weil sie die Anstaltsleiterin in Schutz genommen hatte — ohne Hintergründe zu kennen.

Am Ende stand eine JVA- Affäre inklusive Regierungskrise. Das — und jede Menge Mehrarbeit für das Gericht — hätte ein schnelles, transparentes Handeln verhindern können. Berichte S. 1, Lokales

LN

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