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Wie stark manipuliert Russland?

Kommentar Wie stark manipuliert Russland?

Für den Kreml ist Information eine Waffe, schreibt unser Redakteur Dirk Schmaler. Doch einen neuen Kalten Krieg müssten wir deswegen noch lange nicht fürchten.

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Ein Kommentar von Dirk Schmaler.

Es klingt allzu einfach: Kaum äußert eine laute Minderheit in Deutschland Kritik an der Russlandpolitik der Bundesregierung, kaum äußern Russlanddeutsche auf der Straße Unmut über die deutsche Flüchtlingspolitik — schon vermutet die Bundesregierung finstere Mächte des russischen Geheimdienstes am Werk. Doch die Zeiten, in denen so etwas nicht einmal in John-Le-Carré-Krimis zum glaubwürdigen Plot reichte, sind vorbei.

So viel steht fest: Für den Kreml ist Information eine Waffe — wenn nun die Bundesregierung fürchtet, dass die Falschmeldungen System haben könnten, dann nicht ohne Grund. Wenn es keine gemeinsamen Wahrheiten mehr gibt, verliert eine Gesellschaft die gemeinsame Sprache. Das wäre in einer Demokratie, die vor allem in Krisenzeiten vom Austausch von Argumenten lebt, verheerend — und gibt Extremen Aufwind.

Für den Beginn eines neuen Kalten Krieges reichen ein paar Falschmeldungen von obskuren Internetseiten nicht aus. Für eine Verunsicherung einer ohnehin verunsicherten Gesellschaft womöglich schon.

Ein Kommentar von Dirk Schmaler

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