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Zu viel der Ehre

Urteil im Porsche-Prozess Zu viel der Ehre

Eine derbere Ohrfeige können sich Ankläger kaum einfangen. Nichts sei an ihren Vorwürfen gegen die frühere Porsche-Spitze dran, gar nichts, beschied der Richter ...

Eine derbere Ohrfeige können sich Ankläger kaum einfangen. Nichts sei an ihren Vorwürfen gegen die frühere Porsche-Spitze dran, gar nichts, beschied der Richter am Stuttgarter Landgericht und schob nach: „weder vorne, noch hinten, noch in der Mitte“. Da entlud sich wohl professioneller Ärger über die Kollegen von der Staatsanwaltschaft, denen es von Beginn an zu offensichtlich an handfesten Beweisen gegen Wendelin Wiedeking und Holger Härter fehlte.

 

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Von Stefan Winter

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Für ein paar Monate fühlten sich Wiedeking und Härter wie die Könige der Welt. Der kleine Porsche hatte sich beim großen VW eingekauft und baute mit waghalsigen Finanztransaktionen eine Vormachtstellung auf. Aber am Ende standen zwei Unternehmen mit Hunderttausenden Mitarbeitern und Millionen von Aktionären vor dem Abgrund.

Wiedeking und Härter sind gestern vom Vorwurf der Marktmanipulation freigesprochen worden. Mit seinen Randbemerkungen als Sahnehäubchen auf dem Freispruch tut der Richter aber zwei Zockern viel zu viel Ehre an.

LN

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