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„Animoji“ bescheren Apple Namensstreit

App-Entwickler klagt „Animoji“ bescheren Apple Namensstreit

Die animierten Emoji, die die Mimik der Nutzer kopieren, sind eine auffällige Neuerung beim anstehenden iPhone X. Doch ihren Namen „Animoji“ beansprucht ein Software-Entwickler für sich.

Das iPhone X soll am 3. November auf den Markt kommen.

Quelle: Marcio Jose Sanchez/ap/dpa

San Francisco. Apple muss um den Namen der neuen animierten Emoji bei seinem kommenden iPhone X vor Gericht kämpfen. Ein in Japan lebender amerikanischer App-Entwickler wirft dem Konzern in einer Klage vor, seine Rechte auf den Markennamen „Animoji“ zu verletzen.

So heißt die iPhone-Funktion, bei der Nutzer Sprachnachrichten mit animierten 3D-Emoji verschicken können, die dabei exakt ihre Mimik nachahmen. Apple nutzt dafür das Gesichtserkennungs-System, mit dem man das neue Telefon auch entsperren kann.

Das iPhone X soll am 3. November auf den Markt kommen. Der Software-Entwickler will vor Gericht auch eine einstweilige Verfügung durchsetzen, mit der Apple die weitere Nutzung des Namens „Animoji“ untersagt werden soll. Er hatte den Markennamen der Klage zufolge 2014 angemeldet und im Frühjahr 2015 die Rechte dafür zugesprochen bekommen. Seine „Animoji“-App mit einfachen animierten Emoji-Symbolen sei insgesamt 18 000 Mal heruntergeladen worden, davon 5000 Mal in den USA.

Im Sommer habe er mehrere Angebote bekommen, die Namensrechte zu verkaufen, von Firmen wie „The Emoji Law Group LLC“, erklärte der Entwickler. Er glaube, dass Apple dahinter gesteckt habe, lieferte aber keine Belege dafür. Der Konzern tarnt sich bei Markennamen oft hinter beauftragten Firmen, um seine Pläne vor einer offiziellen Vorstellung geheim zu halten oder um einen Kaufpreis nicht in die Höhe zu treiben.

Einen Tag vor dem Event im September, bei dem das iPhone X vorgestellt wurde, habe Apple dann die Annullierung seiner Rechte auf den „Animoji“-Namen beantragt, erklärte der Entwickler. Der Grund: Seine Firma Emonster Inc., auf die der Markenname registriert wurde, habe zu dem Zeitpunkt nicht mehr existiert. Er spricht von einem Formfehler und wollte die Registrierung auf seine aktuelle japanische Firma Emonster kk umändern - das sei aber wegen des Apple-Antrags nicht mehr möglich gewesen.

dpa

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