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Axel-Springer-Verlag beteiligt sich an Uber

Keine näheren Angaben Axel-Springer-Verlag beteiligt sich an Uber

Axel Springer, Europas größter Medienkonzern, setzt seit Jahren auf die Digitalwirtschaft. Nach einem kleineren Investment 2012 in AirBnB beteiligt sich Springer nun bei einem weiteren wichtigen Player aus dem Silicon Valley, der aber selbst in Kalifornien umstritten ist.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der ehemalige Springer-Manager und Herausgeber der „Bild“, Kai Diekmann, das kalifornische Unternehmen Uber berät.

Quelle: Maurizio Gambarini

Berlin. Der Medienkonzern Axel Springer hat sich an dem umstrittenen Fahrdienst-Vermittler Uber beteiligt.

„Es handelt sich um eine Finanzbeteiligung, keine strategische Investition“, bestätigte eine Unternehmenssprecherin eine Recherche des Portals t3n.de. Die Beteiligung sei ein Investment „im Minimalbereich ähnlich wie bei AirBnB“.

Zu den Details des Einstiegs bei Uber wollte Springer keine näheren Angaben machen - etwa über Zeitpunkt und Umfang der Beteiligung. Das Investment wurde vom Verlag und dem Fahrvermittler zuvor nicht öffentlich kommuniziert. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der ehemalige Springer-Manager und Herausgeber der „Bild“, Kai Diekmann, das kalifornische Unternehmen berät.

Uber erklärte, das Unternehmen bekenne sich „langfristig zu Europa und zur Vision, europäische Städte und Straßen sicherer, sauberer und zugänglicher zu machen.“ „Das Investment des digitalen Verlagshauses Axel Springer ist ein weiteres Beispiel für ein führendes deutsches Unternehmen, das diese Vision teilt.“

Uber geriet zuletzt in den Mittelpunkt mehrerer Kontroversen. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb in einem Blogeintrag eine Unternehmenskultur, die von Frauen-Diskriminierung geprägt sei. Außerdem wirft die Google-Schwesterfirma Waymo Uber in einer Klage den Einsatz von Technologie für selbstfahrende Autos vor, die ein ehemaliger führender Mitarbeiter gestohlen habe. In Europa ist das Angebot des Taxikonkurrenten, bei dem die Vermittlung direkt zwischen Kunden und Fahrer stattfindet, teilweise oder ganz verboten worden.

Investoren, die ihr Geld in den mit über 60 Milliarden Dollar bewerteten Fahrdienst-Vermittler gesteckt haben, machen diese Turbulenzen genauso Sorgen wie die fortlaufenden Milliardenverluste.

Der langjährige „Bild“-Chef Diekmann hatte das Medienhaus Axel Springer Ende Januar 2017 verlassen. Er wolle sich anderen Aufgaben widmen, hieß es damals.

Axel Springer hatte die „strategische Vermarktungspartnerschaft für das Portal www.airbnb.de“ im Februar 2012 verkündet.

dpa

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