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Für Handynutzer könnten Preise günstiger werden

Telekommunikation Für Handynutzer könnten Preise günstiger werden

Für deutsche Handynutzer könnten die Preise für mobiles Telefonieren noch einmal sinken.

Bonn. Für deutsche Handynutzer könnten die Preise für mobiles Telefonieren noch einmal sinken. Für die Durchleitung von mobilen Telefonaten dürfen sich die vier deutschen Mobilfunkanbieter künftig gegenseitig nur noch einen einheitlich Betrag von 1,85 Cent je Minute in Rechnung stellen.

Am Freitag kürzte die Bundesnetzagentur die sogenannten mobilen Terminierungsentgelte um die Hälfte. Damit werden T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefónica O2 künftig mit der klassischen Sprachtelefonie noch weniger Geld verdienen.

Im Dezember 2013 schrumpfen die Preise dann noch einmal auf 1,79 Cent. Der Präsident der Behörde, Jochen Homann, begründete den Abschlag mit dem wachsenden Anteil des Datenvolumens im Mobilfunk. „Immer weniger Kosten werden durch den Sprachverkehr verursacht“, sagte er. Durch die Absenkung der Preise wird auch Luft geschaffen für eine Verringerung der Endkundentarife, profitieren dürften dabei vor allem Billiganbieter und Discounter. Ob auch die heute weit verbreiteten Pauschaltarife und Sprachpakete für Handynutzer günstiger werden, bleibt abzuwarten.

Die Telekom kritisierte die Entscheidung als „schwer nachvollziehbar“: Den Unternehmen werde ein Umsatzvolumen von 500 Millionen Euro entzogen, sagte ein Sprecher. Die Absenkung sei ein schlechtes Signal für weitere Investitionen. Mit der Entscheidung folge die Aufsichtsbehörde der völlig verfehlten EU-Regulierungspolitik der vergangenen 10 Jahre. Vodafone sprach von einer dramatischen Absenkung und einem völlig falschen Signal. Erneut werde Geld aus dem Markt gezogen, das für den Ausbau neuer digitaler Infrastrukturen dringend benötigt werde.

Bereits in den vergangenen Genehmigungsrunden waren die Minutenpreise für Terminierungsleistungen kräftig abgesenkt worden. Vor allem die EU-Kommission hatte auf eine Kürzung gedrungen. Den Unternehmen bleibe nach wie vor Spielraum für Investitionen in das mobile schnelle Internet, sagte Homann. Erstmals wurde durch die Bundesnetzagentur ein einheitliches Entgelt festgelegt. Bei der letzten Runde vor zwei Jahren hatten sich die Entgelte für die vier Betreiber bereits stark angenähert.

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