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Mehrheit der jungen Leute hört Musik überwiegend online

Studie Mehrheit der jungen Leute hört Musik überwiegend online

Eine neue Studie zeigt: Die Älteren bleiben CD und DVD noch treu, für junge Leute dagegen ist auch bei Filmen und Musik das Internet die erste Adresse. Und viele zahlen inzwischen auch dafür.

Ein Mann hört in Berlin mit einem Ipad Musik.

Quelle: Daniel Bockwoldt/illustration

Stuttgart. Filme, Serien und Musik kommen bei vielen jungen Leuten in Deutschland inzwischen nur noch aus dem Internet - die Älteren sehen und hören dagegen weiter auch offline.

Das geht aus einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervor. Demnach hören fast drei Viertel der 18- bis 20-Jährigen Musik nur noch oder überwiegend online - also über Streamingdienste wie Spotify oder im Webradio. Filme, Serien oder auch das TV-Programm sieht gut die Hälfte in dieser Altersgruppe zum Großteil oder sogar ausschließlich im Netz.

Von CD oder DVD habe sich die junge Generation weitgehend verabschiedet, heißt es im Fazit der Studie. Nennenswertes Wachstum sei damit nicht mehr zu erzielen. „Neue und erfolgversprechende Geschäftsmodelle entstehen im Unterhaltungssegment fast nur noch im Netz“, erläuterte Joachim Spill, der bei EY den Bereich Technologie, Medien und Entertainment und Telekommunikation leitet.

Über alle Altersgruppen hinweg sind die reinen Online-Nutzer noch in der Unterzahl. Nur 22 Prozent gaben in der repräsentativen Befragung an, ausschließlich oder überwiegend online Musik zu hören. Immerhin 50 Prozent nutzen dafür aber zumindest gelegentlich auch das Internet. Bei Fernsehen, Filmen und Serien waren es 18 Prozent aller Befragten, die einzig oder zum Großteil Angebote im Netz nutzen. Ein knappes Drittel nimmt sie mindestens ab und zu in Anspruch.

Viele Nutzer seien inzwischen auch bereit, für die Inhalte zu zahlen, hieß es. So nutzen der Studie zufolge bereits 23 Prozent einen kostenpflichtigen Streaming-Dienst für Filme und Serien wie Amazon Instant Video oder Netflix. Diese hätten eine moderate Preisstruktur für oft hochqualitative Inhalte entwickelt, erläuterte Spill. „Zudem hat die Rechtsprechung durch schärfere Regelungen in den vergangenen Jahren illegalen Plattformen immer weiter das Wasser abgegraben.“

Das gelte ähnlich auch für Musik, allerdings sei vor allem das durch Werbung finanzierte Gratisangebot von Marktführer Spotify eine Alternative für alle, die nicht zahlen wollten. 19 Prozent nutzen laut Umfrage aber einen kostenpflichtigen Musik-Dienst im Internet.

dpa

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