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So geht es ohne: Alternativen zu Whatsapp

Threema, Hangouts, Signal, Wire, iMessage So geht es ohne: Alternativen zu Whatsapp

Gefühlt jeder Smartphone-Besitzer nutzt Whatsapp zum Versenden von Nachrichten. Es gibt allerdings zahlreiche Apps, die annähernd die gleichen oder sogar noch mehr Funktionen bieten - und dabei keinen Datenaustausch mit Facebook betreiben.

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Zeit zum Wechsel? Die App "Threema" punktet im Vergleich zu Whatsapp mit vielen Sicherheits-Features.

Quelle: Imago

Berlin. Unter den Messenger-Apps liegt Whatsapp in Deutschland klar vorne. Der Grund dafür ist vor allem die große Verbreitung des Dienstes. Allerdings gibt es auch andere Apps mit umfangreicheren Funktionen und teils auch besserem Datenschutz. Das können Nutzer von Whatsapp bedenken, die derzeit vom Anbieter um ihre Zustimmung zu neuen Nutzungsregeln gebeten werden. Diese Regeln sehen unter anderem vor, dass Whatsapp Telefonnummern an die Konzernmutter Facebook für personalisierte Werbung weitergeben darf.

Nach Empfehlung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) sollten Nutzer umgehend ihre Datenschutzeinstellungen prüfen und einer Nutzung ihrer Daten für Facebookwerbung widersprechen. Die Datenweitergabe wird dadurch aber nicht verhindert, lediglich zur Werbeauswertung kommt es nicht. Einzige wirksame Widerspruchsmöglichkeit ist das Löschen der Whatsapp-App.

Wer sie löscht, könnte auf folgende Alternativen ausweichen:

- Signal : Der als offene Software vertriebene Messenger erlaubt den verschlüsselten Versand von Textnachrichten, Fotos und Videos an Einzelpersonen und Gruppen. Außerdem können andere App-Nutzer per Datenverbindung angerufen werden. Unter Android ist auch der - unverschlüsselte - Versand von normalen SMS und MMS über Signal möglich. Signal gibt es kostenlos für iOS und Android.

- Threema : Texte, Bilder, Töne, Videos und Standorte können per Threema verschlüsselt gesendet werden. Außerdem gibt es Gruppenchats für bis zu 50 Mitglieder und ein verschlüsseltes Versenden von Dateien. Die Entwickler aus der Schweiz werben damit, dass keine Telefonnummern und Verbindungsdaten gespeichert werden. Threema kostet für Android und iOS 3 Euro, die Version für Windows Phone kostet 1,99 Euro.

- iMessage : Apples hauseigene Messenger-Lösung kann mit anderen Smartphones nur SMS und MMS austauschen. Nutzt das Gegenüber ebenfalls ein iOS-Gerät, was man am blauen „Senden“-Knopf und dem grauen Schriftzug „iMessage“ im Eingabefeld erkennt, können verschlüsselte Einzel- und Gruppennachrichten, Fotos und Videos verschickt werden. Seit iOS 10 können iMessages auch um Sticker, Anmerkungen oder Reaktionen erweitert werden. Mit Digital Touch können Nutzer auch Nachrichten zeichnen. Vorteil: iMessage funktioniert auf dem iPhone, dem iPad, dem iPod Touch und Mac-Computern. Großer Nachteil: Es funktioniert nur auf Apple-Geräten, nicht auf Android-Smartphones.

- Wire : Der Messenger Wire erlaubt ebenfalls den verschlüsselten Austausch von Texten, Fotos und Videos, außerdem sind Einzel- und Gruppenanrufe über Voice over IP möglich. Besondere Funktionen sind eine Zeichenoption oder das einfache Teilen von Bild- und Toninhalten aus Portalen wie Soundcloud, Spotify oder Youtube. Die Chatverläufe können über mehrere Geräte synchronisiert werden. Die Hersteller werben damit, dass keine Nutzerdaten gesammelt werden. Wire gibt es kostenlos für iOS, Android, Windows und Mac OS X.

- Google Hangouts : Googles App versendet Texte, Bilder, Videos, Standorte und mehr. Außerdem können andere Hangouts-Nutzer per Videoanruf kontaktiert werden. Hangouts ist auch eine Telefonie-App: Viele Anrufe in die USA oder Kanada sind kostenlos, für andere Länder kostet es Gebühren. Hangouts gibt es für iOS, Android und Chrome.

Sechs Tipps für die Auswahl von Messenger-Apps

Hangouts, Signal, Wire oder Branchenführer WhatsApp: Die Auswahl an Messenger-Programmen ist groß. Nach welchen Kriterien sollten Nutzer ihren Dienst wählen? Die Verbraucherzentale Nordrhein-Westfalen nennt einige Anhaltspunkte:

- Datenhunger : Telefonnummer, Mail-Adresse oder den Klarnamen - manche Dienste verlangen eine Menge persönlicher Informationen bei der Anmeldung. Wer Wert auf Anonymität legt, findet entsprechende Alternativen: Denn längst nicht alle Messenger sind so datenhungrig. Anbieter Threema zum Beispiel generiert für neue Nutzer anonyme Nutzer-IDs. Name oder Telefonnummer werden nicht verlangt.

- Verschlüsselung : Die meisten Dienste bieten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für versendete Inhalte. Darauf sollten Nutzer Wert legen: Denn so kann der Anbieter nicht mitlesen, was die Anwender in seiner App hin- und herschicken.

- Ohne Grenzen : Den Messenger der Wahl gibt es nur für iOS, die meisten Freunde nutzen aber Android? Das ist eine denkbar schlechte Konstellation. Deshalb raten die Experten: Den Dienst sollte es mindestens für iOS und Android geben. Einen Großteil seiner Kontakte hat man damit auf jeden Fall abgedeckt.

- Datenschutz : Um mit dem neuen Messenger bestehende Kontakte erreichen zu können, gleichen einige Dienste ganz automatisch das Telefonbuch des Nutzers nach Kontakten ab, die diesen Messenger auch nutzen. Das scheint zwar praktisch, ist aber unter Datenschutz-Aspekten bedenklich. Speziell dann, wenn der Anbieter diese Nummern nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft speichert. Einige Dienste bieten den Kontaktabgleich nur optional an. Andere - darunter der Messenger Hoccer - verzichten ganz darauf.

- Missionierungswillen : Andere Messenger haben oft bessere Features als WhatsApp und punkten mit mehr Datenschutz und Privatsphäre. Der Trumpf des Marktführers ist aber seine Verbreitung. Denn letztlich zählt Erreichbarkeit. Wer also Dienste wie Signal, Threema oder Wire nutzen will, braucht Missionierungseifer: Denn die Kontakte, mit denen man oft schreibt, müssen unter Umständen erst für den Messenger der Wahl begeistert werden.

- Aktivitätsanzeige : Hat der Andere die Nachricht gelesen? Ist er überhaupt online? So praktisch solche Funktionen auch sind - nicht alle mögen sie, denn es macht einen Teil ihrer Aktivitäten für andere Kontakte nachvollziehbar. Wer das nicht will, sollte einen Messenger wählen, der diese Funktion gar nicht bietet oder bei dem sie sich ausschalten lässt. Messenger Wire zum Beispiel hat beide Funktionen laut den Verbraucherschützern gar nicht erst an Bord.

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