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Norddeutschland 1977 fuhr die letzte Dampflok
Nachrichten Norddeutschland 1977 fuhr die letzte Dampflok
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23:13 25.10.2017
Die Dampflok 043 903-4 steht in Emden vor dem Bahnhofsplatz als Denkmal, das an eine zu Ende gegangene Ära erinnert. Quelle: Foto: Assanimoghaddam/dpa
Emden

. Als die Güterzuglok 043903-4 mit ihren Waggons am Nachmittag des 26. Oktobers 1977 in den Rangierbahnhof Emden (Niedersachsen) einläuft, ist das Dampflokzeitalter bei der Bahn definitiv zu Ende. Für einige Eisenbahnfans schnauft die Lok nach der allerletzten regulären Dampfzugfahrt noch mehrmals hin und her, dann wird das schwarze Ungetüm wegrangiert. Die Emslandstrecke war vor 40 Jahren das letzte Refugium der Dampflokomotiven. In der DDR fuhren Dampfloks noch bis 1988. Vereine halten heute noch rund 30 Dampfloks bundesweit betriebsbereit.

Bis weit nach Ende des Zweiten Weltkriegs bestimmten Dampfloks das Bild auf den Schienen. Erst mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Bahnnetzes und dem Einsatz von Dieseltriebwagen wurden die alten Maschinen überflüssig. „Unsere Loks gewöhnen sich das Rauchen ab“ kündigte die DB 1968 das Aus für die auch als Dreckschleudern geltenden Dampfloks an. Dass einige Loks trotzdem noch Jahre weiter dampften, hing wie auf der Emslandstrecke mit einem Mangel an Dieselloks zusammen – oder damit, dass E-Loks sich in der Praxis als zu schwach erwiesen.

Anders als die Fans trauerten viele Eisenbahner der Dampflok vor 40 Jahren kaum nach. „Das war Knochenarbeit“, erinnert sich ein pensionierter Lokführer. Auf den Maschinen war es im Sommer heiß und im Winter kalt. Alleine für die Fahrt von Oberhausen nach Osnabrück musste der Heizer dreieinhalb Tonnen Kohle in die Lok schaufeln. „Man war schwarz.“

LN

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