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Norddeutschland 220 Fälle von Trickbetrug im Norden
Nachrichten Norddeutschland 220 Fälle von Trickbetrug im Norden
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20:15 09.08.2017
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Kiel

Kiel. Trickbetrüger haben vor allem ältere Schleswig-Holsteiner allein in den vergangenen anderthalb Jahren um mindestens 1,3 Millionen Euro gebracht.

Seit Jahresbeginn wurden bereits mehr als 220 Fälle bekannt, in denen sich die Täter am Telefon als falsche Polizisten oder Staatsanwälte ausgaben, teilte die Polizei gestern mit. In sieben Fällen gelangten sie so an Geld ihrer Opfer. 2016 hatte es mehr als 160 Versuche gegeben, 12 davon waren erfolgreich.

Oftmals nutzen die Täter technische Tricks, die dem Angerufenen die „110“ oder zumindest eine örtliche Vorwahl vortäuschen. Die Polizei rufe niemals unter der Notrufnummer an, sagte Polizeiexperte Stephan Steffen. Beamte würden am Telefon auch nicht nach finanziellen Verhältnissen oder Wertsachen in der Wohnung fragen. „Ziel der Betrüger ist es, die Opfer mit ausgedachten Geschichten so zu verunsichern und unter Druck zu setzen, dass sie Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände herausgeben.“ Die Polizei geht davon aus, dass die Zahl solcher Fälle noch viel höher ist. Steffen: „Das Perfide an diesen Taten ist, dass es überwiegend ältere Menschen trifft.“ Diese litten unter dem Schock, vielleicht das Ersparte verloren zu haben und oft auch der Scham, sich Angehörigen zu offenbaren oder die Tat überhaupt anzuzeigen.

LN

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