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Norddeutschland 24-Stunden-Schichten gegen A1-Baustellenchaos
Nachrichten Norddeutschland 24-Stunden-Schichten gegen A1-Baustellenchaos
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23:00 24.03.2011
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Lübeck

Das Kieler Verkehrsministerium macht Druck: Damit die neuerliche Sanierung des Autobahn-1-Abschnitts zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann, soll an sechs Tagen pro Woche im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet werden. Am 1. August sollen die Bauarbeiten beginnen. Spätestens am 31. Oktober soll die sechs Kilometer lange Trasse fertig sein.

Im vergangenen Sommer hatte es nicht nur massive Kritik von Autofahrern gegeben: Die Tourismusbranche an der Ostsee hatte bitter beklagt, dass die Bauarbeiten zu schleppend vorwärts gegangen seien. Diese Kritik will das Land diesmal vermeiden. „Wir sind optimistisch, dass wir es innerhalb des Zeitrahmens schaffen“, verkündet Harald Haase vom Kieler Verkehrsministerium.

Erstmals hat der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Lübeck jetzt einen konkreten Zeitplan für die Bauphase vorgelegt. So müssen Autofahrer in Fahrtrichtung Hamburg bis Mitte April mit Behinderungen rechnen, da der Verkehr zeitweise nur über einen Fahrstreifen gen Süden rollen kann. So lange stehen immer wieder Markierungsarbeiten und der Austausch besonders maroder Betonplatten an. Ab dem 15. April wird die Bröselbeton-Piste in Richtung Lübeck gesperrt und über die Gegenfahrbahn umgeleitet. Zeitgleich sollen bereits die ersten Vorbereitungen für die wiederholte Sanierung beginnen.

Anders als bislang bekannt geworden war, sind der Bauleitung bereits sehr viel früher Mängel aufgefallen. So musste die Firma bereits unmittelbar nach der Betonierung zwei Abschnitte wieder wegreißen und neu gießen. Auch bei den vertraglich vereinbarten Abschlagszahlungen zwischen Land und Baufirma hielt Kiel wegen Mängeln insgesamt 2,5 Millionen der insgesamt sechs Millionen Euro zurück. Den Differenzbetrag will das Verkehrsministerium jetzt von der Baufirma zurück haben – eine Entscheidung, die sich wohl nur auf gerichtlichem Wege durchsetzen lässt. Bastian Modrow

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