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Norddeutschland 24 ganz persönliche Überraschungen
Nachrichten Norddeutschland 24 ganz persönliche Überraschungen
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07:26 01.12.2017
Milla Emilia (3) mit ihrem Weihnachtskalender. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Lübeck

Die mit Schokolade gibt es auch noch. Doch Adventskalender können inzwischen mit fast allem gefüllt sein: mit verschiedenen Teesorten, mit Socken, mit Müsli, mit Marzipan, mit Saatgut, mit Büchlein oder auch mit Legosteinen für Kinder, mit 24 Wollknäueln für Frauen, mit Werkzeug oder Bier für Männer. Am schönsten aber sind doch die selbstgebastelten Kalender, mit denen meist Eltern ihre Kinder verwöhnen wollen.

24 kleine Überraschungen sollen die Wartezeit bis Heiligabend überbrücken. Manchmal sind sie in kleinen Säckchen oder Päckchen versteckt, manchmal auch in selbstgestrickten Socken. Christiane Richter (49) hat in diesem Jahr wieder einen Adventskalender gebastelt – für ihren inzwischen 24-jährigen Sohn. Seine Freundin hat auch gleich ein Exemplar bekommen, gefüllt mit Süßigkeiten und kleinen Gutscheinen.

Marie Bähner (27) hat sich für ihre Nichten etwas ganz Besonderes ausgedacht: einen Minion-Kalender. Dazu wurden Überraschungseier mit Lackstiften nach den bekannten Filmfiguren bemalt und befüllt.

„Das hat schon ziemlich lange gedauert“, erzählt sie. Doch die Mühe hat sich gelohnt – die Nichten sind total begeistert.

Bei Familie Zielke basteln auch die Kinder gern. Mira (10) und Max (14) schenken ihren Eltern schon seit sieben Jahren einen selbstgestalteten Kalender. 24 Papiertüten hängen an einer Kordel an der Wohnzimmerwand. „Ich finde das toll. Ich kenne nicht so viele Eltern, die von ihren Kindern so etwas bekommen“, sagt Papa Sven (41). Immer im Wechsel mit seiner Frau darf er nun bis zum Fest ein Tütchen öffnen.

Der erste Weihnachtskalender soll übrigens 1908 in München auf den Markt gekommen sein. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern, die von den Kindern ausgeschnitten und auf einen weiteren Bogen aufgeklebt werden konnten. Kalender mit Türchen und Naschereien setzten sich erst in den fünfziger Jahren durch.

Von Julia Paulat 

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