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Norddeutschland 30 Jahre Ölförderung im Watt
Nachrichten Norddeutschland 30 Jahre Ölförderung im Watt
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20:24 26.08.2017
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Friedrichskoog

. Deutschlands größtes Erdölvorkommen sprudelt seit 30 Jahren vor Schleswig-Holsteins Nordseeküste. Ein Spezialtanker brachte am 6.

Die Bohr- und Förderinsel „Mittelplate“ liegt vor Büsum. Quelle: Foto: Dpa

Oktober 1987 erstmals eine Ladung Rohöl vom Förderfeld Mittelplate quer durch das Wattenmeer an Land. Heute wird das „schwarze Gold“ durch eine Pipeline an Land gepumpt. Es sei ein wichtiger Beitrag, die Abhängigkeit Deutschlands von Importen zu verringern und so die Versorgungssicherheit zu stärken, sagte Dea-Sprecher Derek Mösche.

Bis heute seien 34 Millionen Tonnen gefördert worden. 20 Millionen Tonnen gelten noch als förderbar. Pro Jahr werden durchschnittlich 1,3 Millionen Tonnen gefördert. Das reicht für eine halbe Milliarde Liter Heizöl – eine Menge, um ein Jahr lang über eine Viertelmillion Haushalte zu beheizen, sagte Mösche. „Darüber hinaus dient die Jahresproduktion als Ausgangsstoff für etwa 350 Millionen Liter Benzin.“ Die Bohr- und Förderplattform Mittelplate liegt nach Angaben der Betreiber fest verankert auf einer Sandbank. „Sinken kann sie nicht“, sagte Mösche. Nach Angaben der Dea hat sich die Bohr- und Förderinsel nach der Bauphase gut in die Umwelt integriert. Eine negative Beeinflussung sei nicht mehr nachweisbar. „Die Mittelplate gilt mittlerweile als Referenzprojekt für umweltverträgliche Ölförderung in einem sensiblen Naturraum“, sagte der Leiter des Förderbetriebs Holstein, Wolfgang Faist. So sei das Stahlgerüst des 70 Meter hohen Bohrturms mit Edelstahlblechen verkleidet, um Geräusch- und Lichtemissionen zu verringern.

Umweltverbände fordern einen Verzicht auf jegliche Ölförderung, da diese, „immer neue Eingriffe im sensiblen Wattenmeer nach sich zieht“, sagte Hans-Ulrich Rösner vom WWF. Umweltminister Robert Habeck (Grüne) erklärte: „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Ölförderung mitten im Nationalpark ein schwarzer Fleck ist. Doch Mittelplate sei genehmigt. „Und wir halten uns an geltendes Recht“, betonte Habeck.

LN

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