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Norddeutschland A 20: Kiel will Ausbau zwischen Wittenborn und A 7 vorantreiben
Nachrichten Norddeutschland A 20: Kiel will Ausbau zwischen Wittenborn und A 7 vorantreiben
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22:24 08.11.2013

Nach dem mindestens zweijährigen Baustopp für die A 20 südlich von Segeberg durchs Bundesverwaltungsgericht hat im Kieler Verkehrsministerium das Wundenlecken begonnen. Man werde in den kommenden Wochen das Urteil auswerten, hieß es. SPD-Verkehrsminister Reinhard Meyer hatte bereits am Vortag Umstrukturierungen angekündigt.

Neben den vom Gericht verlangten Nachbesserungen für die gut zehn Kilometer lange Trasse Weede—Wittenborn werden sich die Planer im Landesbetrieb Verkehr jetzt zudem voll auf die Planung des A-20-Ausbaus auf den 20 Kilometern von Wittenborn bis zur A 7 bei Bad Bramstedt konzentrieren, so Meyer. Der Bund bekräftigte seine Unterstützung. Die 153 Millionen Euro für die Südumfahrung Segebergs können offenbar auch erst einmal für das Teilstück zur A 7 ausgegeben werden. Im nächsten Jahr soll das Planungsrecht vorliegen. Allerdings müsse auch hier noch mit Klagen von Umweltverbänden gerechnet werden.

Ein vorgezogener Baubeginn auf diesem Teilstück wäre zudem vom Koalitionsvertrag mit den Grünen gedeckt. Das Problem: Weil das Land für die Südumfahrung Segebergs auch Trassen südlich der geplanten prüfen muss, besteht Unsicherheit darüber, wo die Teilstücke aufeinandertreffen müssen. Sollte stattdessen der schnelle Bau anderer Teilstücke westlich der A 7 möglich sein, will Meyer notfalls auch das durchsetzen — entgegen der von den Grünen im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Beschränkung, dass die A 20 bis 2017 nur bis zur A 7 gebaut werden soll. SPD und SSW unterstützen ihn.

Auch das Bundesverkehrsministerium pocht auf einen schnellen Weiterbau der Ostseeautobahn nach Westen. „Schleswig-Holstein ist in der Pflicht, schnellstmöglich das notwendige Baurecht zu schaffen“, sagt Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister. Man unterstütze den Bau der Nordwestumfahrung Hamburg weiterhin mit ganzer Kraft. Auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bekannte sich erneut zum Ausbau der A 20. Mit dem Baustopp wird sich Ende November zudem der Kieler Landtag befassen. Die CDU fordert, freie Stellen im Landesbetrieb Verkehr schnell zu besetzen und mehr Ingenieurleistungen einzukaufen. Die Planfeststellung der noch ausstehenden Bauabschnitte solle beschleunigt werden.

wh

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