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A 20 soll eine Behelfsbrücke bekommen

Tribsees A 20 soll eine Behelfsbrücke bekommen

Die Ursache für das Absacken der Fahrbahn bleibt unbekannt. Unklar ist auch, wann die Strecke wieder befahrbar ist.

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Verkehrsminister Christian Pegel (l.) lässt sich von Manfred Rathert, Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, informieren.

Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

Tribsees. Es ist eine unwirkliche Szenerie: Dort, wo sonst täglich Tausende Autos auf der Autobahn 20 vorbeibrausen, hat sich ein riesiges Loch aufgetan – und Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gibt eine Pressekonferenz. Hinter ihm klafft das spektakuläre Loch von etwa zehn Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Metern Tiefe, das vermutlich in jeder deutschen Tageszeitung und Online-Ausgabe zu finden war. „Ich bin erstaunt, welche Kräfte hier wirken“, fasst Pegel zusammen.

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Doch auf die Fragen aller Fragen – „Wie konnte dieses Chaos entstehen, warum klafft hier dieses Loch?“ – kann Pegel an diesem Tag auf der „Lebensader Mecklenburg-Vorpommerns“ nicht antworten. „Welche einzelne Person etwas entschieden hat, würde man in uralten Akten vermutlich finden. Hilft mir momentan nicht weiter“, erklärt der verärgerte Minister, während auf der einen übrig gebliebenen Fahrspur der Verkehr langsam Richtung Osten vorbeirollt. Und wie lange dort noch gefahren werden kann, steht auch in den Sternen.

Es gebe für das Land, die Autofahrer und vor allem die leidgeplagten Anwohner an der Umleitungsstrecke Wichtigeres, als in einer Art Bodendenkmalpflege mit Pinsel und Kinderschippen anzufangen, die Betonkerne freizulegen. „Dann würden wir hinterher vielleicht herausfinden, was die Ursache ist.“ Aber die Zeit wäre auch weg. Er verweist auf die Bundesanstalt für Straßenwesen, die sich mit Fragen nach möglichen Baufehlern befasst. Dort könnte es auch um die Frage gehen, ob die Stützsäulen stark genug ausgelegt waren oder nicht.

Für die Steuerzahler spielt es ohnehin keine Rolle, wer nun Schuld hat, sagt die Vorsitzende des Steuerzahlerbundes in MV, Sophie Mennane-Schulze. Alle Gewährleistungsfristen sind abgelaufen. Die immensen und vor allem noch gar nicht absehbaren Kosten werden auf die Schultern aller Deutscher abgeladen.

Statt mit Vergangenheitsbewältigung möchte sich Pegel also lieber mit Problemlösungen befassen. Das nächste wird auch nicht lange auf sich warten lassen, sagt der Chef des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Manfred Rathert. Nach Einschätzung der Experten wird es nicht bei der gesperrten Fahrbahn Richtung Rostock bleiben. Die komplette Autobahn ist auf einer Torflinse gebaut, früher oder später wird sich der Abbruch auch auf die noch befahrbare Autobahnspur ausbreiten. Damit es dort zu keinem Unglück kommt, wird zwei Mal täglich und auch nachts die Fahrbahn genauestens kontrolliert.

Taucht ein Riss oder eine Absenkung von mehr als fünf Zentimetern auf, ist Schluss, betont Rathert. Dann wird sich der komplette Verkehr über die 32 Kilometer Umleitungsstrecke quälen müssen.

Aktuell werden die Planungen für eine Behelfsbrücke vorangetrieben. „Wir müssen die Lebensader des Landes schnell wieder intakt bekommen“ sagt Pegel. Der Bund habe signalisiert, eine solche Brücke zeitnah zur Verfügung zu stellen. Vergangene Woche sei bereits die Planung für die 80 bis 100 Meter lange, auf Großbohrpfählen gegründete Brücke beauftragt worden. Sollten die Planungen bis Ende 2017 abgeschlossen sein, könnten die Bauleistungen Anfang 2018 ausgeschrieben werden.

Ein Versprechen, dass alles bis zu den Sommerferien abgeschlossen ist, will zum Leidwesen vor allem der Tourismusbranche niemand geben. Denn nun hat das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern auf zwei der drei Autobahnen massive Probleme. Neben der A 20 gibt es bei der Petersdorfer Brücke auf der A 19 ein zweites Nadelöhr, durch das sich die Urlauber bis 2020 quälen müssen. Und wie lange es dauern wird, bis die A 20 als Ganzes wieder funktioniert, weiß erst recht niemand.

 Joachim Mangler

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