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Norddeutschland AKW Brokdorf liefert wieder Strom
Nachrichten Norddeutschland AKW Brokdorf liefert wieder Strom
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22:16 05.09.2013

Das Atomkraftwerk Brokdorf an der Elbe wird wieder ans Netz angeschlossen. Die Atomaufsicht hat die Erlaubnis zum Wiederanfahren des Reaktors erteilt. Zuvor hatte Kraftwerksbetreiber E.on mehrere Wochen lang die Brennelemente im Kraftwerk gewechselt. Diese Arbeiten seien erfolgreich abgeschlossen, heißt es. Noch heute werde Brokdorf wieder am Netz sein.

Damit nimmt das letzte von ehemals drei aktiven Kernkraftwerken im Land wieder den Betrieb auf. Die Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel sind im Zuge der Energiewende bereits stillgelegt worden.

Bis zum Jahr 2021 soll dann auch Brokdorf endgültig abgeschaltet werden. So sieht es die Novelle des Atomgesetzes vor.

Kiels Energieminister Robert Habeck (Grüne) ist über das Wiederanfahren Brokdorfs nicht glücklich. Eine andere Entscheidung könne die Atomaufsichtsbehörde aber leider nicht treffen, „wir sind an Recht und Gesetz gebunden“, so Habeck.

Das Kernkraftwerk war am 10. August zur jährlichen Revision vom Netz genommen worden. Während des rund vierwöchigen Anlagenstillstandes wurden 44 neue Brennelemente eingebaut, darunter zwölf Mischoxid-Brennelemente (Mox). Außerdem wurde der 20 Jahre alte Generator ersetzt, turnusgemäß erfolgte zudem eine Druckprüfung der Kühlkreisläufe, heißt es . Im Verlauf der Revision meldete der Betreiber laut Atomaufsicht zwei meldepflichtige Ereignisse. Im ersten Fall wurden Schäden an Brennelementen festgestellt, im zweiten ein Defekt an einer Hauptkühlmittelpumpe.

„Ein früheres Abschalten von Brokdorf wäre politisch wünschenswert. Hier loten wir die rechtlichen Möglichkeiten aus“, sagte Habeck. Dieser Weg könne wohl aber nur politisch über eine Änderung des Atomgesetzes beschritten werden.

Auf eine solche Gesetzesänderung hofft Kiels Grünen- Fraktionschefin Eka von Kalben nach der Bundestagswahl am 22. September zwar. Allerdings gilt es als unwahrscheinlich, dass selbst eine neue Koalition in Berlin den Atomkompromiss noch einmal aufschnüren würde.

wh

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