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Norddeutschland Abschied vom Dorfpolizisten
Nachrichten Norddeutschland Abschied vom Dorfpolizisten
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13:26 15.10.2016
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Kiel

Die Tage des Dorfpolizisten in Schleswig-Holstein sind gezählt. Genauso die Tage, an dem ein Polizist allein zum Einsatz fährt. Die Kieler Landesregierung treibt die Zusammenlegung und Schließung von Polizeidienststellen voran. 62 Stationen und Reviere sind seit dem Jahr 2012 bereits aufgelöst oder mit anderen Standorten verschmolzen. Mindestens weitere 15 sollen in den folgenden beiden Jahren folgen.

Gerade erst angefangen hat der Prozess im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg. Von 31 Dienststellen werden laut Innenministerium am Ende 18 übrig bleiben. Die Standorte Berkenthin und Sandesneben bleiben, Nusse macht bis Mitte 2017 dicht, Sterley schon Ende des Jahres. Im Südkreis werden die Stationen in Börnsen und Escheburg von August 2017 an wegfallen. Dem Polizeirevier Schwarzenbek werden Lauenburg und Büchen zugeordnet, Dassendorf schließt Ende des Jahres.

In Lübeck stehen die beiden kleinsten, jeweils mit vier Beamten bestückten Polizeidienststellen in Eichholz und Schlutup zur Disposition. Für Ostholstein überprüft das Land den Fortbestand der kleinen Organisationseinheiten in Süsel, Grube, Schönwalde, Lensahn, Hutzfeld und Großenbrode. Im Segebergischen wird bei noch offenem Zeitplan die Zusammenlegung der Polizeistationen Wensin, Geschendorf und Seedorf zur neuen Polizeistation Garbek vorbereitet. Weitgehend abgeschlossen ist die Reform im Norden und Westen des Landes.

Das Kieler Innenministerium betont, dass Schließungen und Zusammenlegungen von Polizeidienststellen nicht im Alleingang beschlossen wurden. Der laufende Prozess sei im Wesentlichen „durch die fachliche Bewertung in den Polizeidirektionen geprägt“.

ctö

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