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Norddeutschland Viele Glätteunfälle in Schleswig-Holstein
Nachrichten Norddeutschland Viele Glätteunfälle in Schleswig-Holstein
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11:52 05.12.2018
In Schleswig-Holstein müssen sich Autofahrer am Mittwochmorgen auf Glätte einstellen. Quelle: Arne Dedert/dpa (Symbolbild)
Lübeck

In Schleswig-Holstein mussten sich Autofahrer am Mittwochmorgen auf Glätte einstellen. Wo über Nacht Schauer fielen, war stellenweise mit Glätte durch überfrierende Nässe zu rechnen. Auf Nebenstraßen und Brücken wurde es aufgrund von Reif glatt, denn in der Nacht zu Mittwoch gab es Frost.

Auf der A 23 haben sich am Morgen mehrere Verkehrsunfälle ereignet. Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Hamburg zwischen den Anschlussstellen Lägerdorf und Hohenfelde um 4.30 Uhr voll gesperrt. Ein Kleintransporter war gegen eine Leitplanke gefahren, der Fahrer wurde leicht verletzt. Der Verkehr staute sich auf rund vier Kilometern bis zur Abfahrt Itzehoe Süd.

Glätte in weiten Landesteilen

Nicht nur im Süden und an der Westküste des Landes war es glatt, auch in anderen Landesteilen berichten Autofahrer von spiegelglatten Straßen. Betroffen sind unter anderem die B76 zwischen Plön und Preetz sowie die B503 zwischen Schwedeneck und Kiel. Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer vorsichtig zu fahren.

In Schleswig-Holstein gab es am Morgen bereits mehrere Unfälle – in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Ostholstein und Plön. Die Integrierte Rettungsleitstelle West hatten am Morgen besonders viel zu tun: Sie mussten zu mehr als 30 Unfällen ausrücken. Auch Fußgänger und Radfahrer waren von glatten Straßen sowie Rad- und Fußwegen betroffen.

Die Polizei in Kiel und im Kreis Plön musste zu 28 Unfällen ausrücken, zehn Personen wurden dabei verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. „Der überwiegende Teil der Unfälle ereignete sich im Kreis Plön.“

Unfälle in Ostholstein

Auch im Kreis Ostholstein waren Rettungsdienst und Polizei gefordert, zum Beispiel bei zwei Unfällen auf der A1 zwischen Lensahn und Neustadt. Im Bereich der Polizeidirektion Lübeck kam es zwischen 5 und 7.30 Uhr zu insgesamt neun Glätteunfällen. „In den meisten Fällen kam es nur zu Blechschäden“, sagte ein Polizeisprecher.

Trotzdem: Auf der L216 zwischen Schönwalde und Neustadt wurde ein 35-Jähriger leicht verletzt. Ein Transporter kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen und landete einige Meter entfernt von der Straße in der Böschung. Die L216 musste während der Bergungsarbeiten für rund eine Stunde gesperrt werden.

In der Kellerseestraße in Eutin kam eine 59-jährige Ostholsteinerin aufgrund von Straßenglätte gegen 8 Uhr mit ihrem Auto von der Fahrbahn ab und stürzte eine fünf Meter hohe Böschung hinunter. Die Fahrerin wurde mit leichten Verletzungen einem nahegelegenen Krankenhaus zugeführt.

Die Leitstelle der Polizei in Kiel meldete zwei Glätteunfälle im Kreis Plön, bei Lütjenburg und Behrensdorf an der Ostsee.

Rettungsleitstelle appelliert an Autofahrer

Laut Integrierter Rettungsleitstelle Süd (IRLS) hat sich auch auf der B207 bei Dassendorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein Unfall ereignet. Dort herrsche erhebliche Glättegefahr. Die Einsatzkräfte bitten die anderen Verkehrsteilnehmer, die Unfallstelle vorsichtig zu passieren. Ein Fahrzeug geriet ins Schleudern, drei Insassen wurden laut Rettungsleitstelle leicht verletzt. Auf der Landesstraße zwischen Reinbek und Aumühle waren gleich drei Autos in einen Unfall verwickelt, heißt es von der Rettungsleitstelle. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schreibt die IRLS, dass die Autofahrer ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen anpassen sollen. „Wir haben derzeit genug zu tun!“

Auch im Norden des Landes gab es laut Leitstelle Nord mehr als zehn Einsätze, die in den Kreisen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg abgearbeitet werden mussten.

Kein Unterrichtsausfall

Aktuell gibt es keine Hinweise auf witterungsbedingten Unterrichtsausfall. Allgemein gilt, dass Eltern bei witterungsbedingten Verkehrsbehinderungen oder einer besonderen Gefährdung auf dem Schulweg selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder es vorzeitig vom Unterricht abholen.

RND/dpa

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