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Norddeutschland Achtung, Autofahrer: Hier wird am Donnerstag geblitzt
Nachrichten Norddeutschland Achtung, Autofahrer: Hier wird am Donnerstag geblitzt
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20:29 20.04.2016
Am Donnerstag wird reichlich geblitzt in Schleswig-Holstein. Quelle: Maxwitat (Archiv)
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Kiel

Im Fokus stehen laut Polizei vor allem Unfallschwerpunkte und sensible Bereiche, zum Beispiel vor Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern.

Die Aktion findet parallel in mehreren Bundesländern statt. Wegen Überlastung ihrer Polizei und des „unverhältnismäßigen“ Aufwands haben sechs Länder ihre Teilnahme abgesagt — darunter Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Aus dem Norden sind demnach nur Hamburg und Schleswig-Holstein dabei.

Nachdem sich Kiel seinerseits den letzten bundesweiten Blitzmarathon im September 2015 wegen der Flüchtlingskrise verweigert hatte, will das Land jetzt aber wieder dabei sein. Hintergrund mag die unerfreuliche Verkehrsunfallstatistik 2015 sein, die 5621 Unfälle mehr als 2014 ausgewiesen hatte.

Ob Aktionen wie der Blitzmarathon daran etwas zu ändern vermögen, ist jedoch sehr umstritten. So waren beim bisher letzten Unternehmen dieser Art im Frühjahr 2014 von rund 100 000 im Land gemessenen Fahrzeugen nur etwa fünf Prozent zu schnell unterwegs — etwa halb so viel wie an gewöhnlichen Tagen. Für Innenminister Stefan Studt (SPD) habe der Blitzmarathon deshalb dazu beigetragen, „das Bewusstsein der Autofahrer für die jeweils richtige Geschwindigkeit zu schärfen“. Und das nicht nur an den Kontrollstellen, der Effekt habe auch darüber hinaus gewirkt, bilanzierte Studt.

Kritiker wie Christopher Vogt, Verkehrsexperte der FDP-Landtagsfraktion, sprechen dagegen von einer „PR-Show“ ohne nennenswerten Effekt auf die Verkehrssicherheit. Aus seiner Sicht sei es „unverantwortlich“, die Polizei mit einer solchen Aufgabe zu belasten, während die Einbruchskriminalität weiter um sich greife.

Der Landespolizei zufolge sei die Aktion hingegen durchaus verantwortbar, denn Rasen sei noch immer Unfallursache Nummer eins. Die Beamten würden zudem innerhalb ihres regulären Dienstes an den Messorten im Einsatz sein.

Von Oliver Vogt

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