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Akw-Abfall: Nur zwei Prozent radioaktiv

Brunsbüttel Akw-Abfall: Nur zwei Prozent radioaktiv

Der meiste Müll, der bei den geplanten Abrissen anfällt, kann laut Atomaufsicht auf Deponien.

Brunsbüttel. Bei der Stilllegung und Entsorgung kerntechnischer Anlagen in Schleswig-Holstein sind laut Kieler Atomaufsicht lediglich rund zwei Prozent der Abfälle radioaktiv belastet. Die restlichen 98 Prozent des Materials könnten zur Verwertung beziehungsweise Lagerung auf einer Deponie frei gegeben werden, sagte Jan Backmann von der Kieler Atomaufsicht gestern. „Es sind keine radioaktiv belasteten, sondern emotional belastete Abfälle“, ergänzte Ministeriumssprecherin Nicola Kabel.

Angesichts von Ängsten vor Strahlenbelastungen demonstrierten Experten gestern im AKW Brunsbüttel das Verfahren, mit dem sichergestellt werden soll, dass ausschließlich Müll mit vernachlässigbarer Radioaktivität auf Deponien landet. Dazu gehören unter anderem Bauschutt, asbesthaltige Abfälle, Mineralwolle, Isolierungen oder Straßenaufbruch, bei dem der Radioaktivitätswert weit unter der Alltagsbelastung der Menschen liege.

Hintergrund ist der von Betreiber Vattenfall beantragte Abriss der abgeschalteten Kraftwerke Krümmel und Brunsbüttel sowie der Forschungsreaktoranlage Helmholtz-Zentrum Geesthacht. Allein beim Akw Brunsbüttel fallen nach Einschätzung des Kieler Energiewendeministeriums insgesamt rund 300000 Tonnen Abfall an, die über einen Zeitraum von 15 Jahren entsorgt werden müssen. Davon seien rund zwei Prozent radioaktive Abfälle sowie zwei Prozent Reststoffe, die beseitigt werden müssen. Rund ein Drittel des Abfalls stamme aus dem sogenannten Überwachungsbereich – wie Grünanlagen, Parkplätzen oder Kantinenbereich. Weitere 62 Prozent seien Müll mit „vernachlässigbarer Radioaktivität“, das heißt, eine Reststrahlung von maximal zehn Mikrosievert. „Dieser Wert gilt als unbedenklich und verantwortbar“, sagte Jan Backmann.

Um das Zehn-Mikro-Sievert-System sicherzustellen, werde jedes einzelne Teil drei bis vier Mal angefasst und gemessen: So können nicht nur die radioaktiven Bestandteile an der Oberfläche, sondern auch im Inneren identifiziert werden, sagte Strahlenschutz-Leiter Ronny Fix-Faroldi. Müll, der nach diesen Prüfungen uneingeschränkt freigegeben wird, werde dann nach dem Abfallrecht verwertet.

LN

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