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Norddeutschland Albig: Ehe-Aus und eine neue Liebe
Nachrichten Norddeutschland Albig: Ehe-Aus und eine neue Liebe
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21:21 15.01.2016
Sie sind ein Paar: Ministerpräsident Torsten Albig (52) und Werberin Bärbel Boy (47). Quelle: Burghardt Hellwig/boy Strategie und Kommunikation Gmbh, Rehder/dpa

Lange Monate haben sie um eine Entscheidung gerungen, Torsten und Gabriele Albig. Welcher Weg für die Zukunft ist der richtige? Am Ende die traurige Erkenntnis: Der gemeinsame kann es nicht mehr sein. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident hat sich von seiner Frau getrennt, ist zu seiner neuen Liebe, Bärbel Boy, gezogen. Der 52-Jährige hat jetzt das Kabinett von seinem Ehe-Aus unterrichtet.

Albig spricht von einer „schon länger andauernden Trennungsphase“. In der Tat hatte es im Kieler Regierungsviertel bereits vor Monaten Gerüchte über die Ehekrise des MP gegeben. Gemeinsame öffentliche Auftritte des Ehepaares, die auch zuvor schon rar waren, gab es gar nicht mehr. „Wie bei anderen Ehepaaren auch, hat vieles über eine lange Zeit zu diesem schweren Schritt beigetragen“, sagt Albig. Anfang des Jahres sei er nun ausgezogen. Die Ehe nach fast 28 Jahren zu beenden, die Familie zu verlassen, das fiel nicht leicht — das Ehepaar Albig hat auch zwei gemeinsame Kinder.

Dennoch sei die Entscheidung zwischen den Eheleuten am Ende einvernehmlich gefallen.

Seine neue Partnerin Bärbel Boy lernte Albig zunächst dienstlich kennen. Die 47-Jährige ist Gründerin und Mitinhaberin der Kieler Werbeagentur Boy, die unter anderem die Kampagne der Nordkirche für einen Gottesbezug designte, den optischen Auftritt der SPD- Landtagsfraktion modernisierte und den neuen Werbeslogan des Landes, „Der echte Norden“, samt Kampagne entwarf. 2012 hatte sie bereits einen Kabinetts-Workshop begleitet. Da habe er Bärbel Boy erst kennen und dann lieben gelernt, berichtet der Ministerpräsident. Sie ist ebenfalls von ihrem Mann getrennt, hat drei Kinder.

Dass die Verbindung von Dienstlichem und Privatem Probleme bereiten könnte, sei allen Beteiligten schnell klar gewesen, heißt es in der Kieler Regierungszentrale. Auf Wunsch von Bärbel Boy wurde daher ein Rahmenvertrag, den ihre Agentur noch zu CDU-Regierungszeiten mit dem Wirtschaftsministerium geschlossen hatte, Mitte 2014 aufgelöst, betont Albig. Der Auftrag für die Begleitung der Kabinetts-Klausur 2012 sei ausgeschrieben worden, die Agentur Boy habe das beste Angebot vorgelegt. Und: „Weitere Verträge mit Ministerien meiner Regierung wurden seitdem nicht mehr geschlossen.“

Damit, so hofft Torsten Albig, sei seine neue Liebe wieder reine Privatsache, ebenso wie die Geschichte seiner Ehe. Und da, im Privaten, hätten sich seine Ehefrau und er eines ganz fest vorgenommen, sagt der Ministerpräsident: sich trotz der Trennung weiterhin „in tiefem Respekt und in Freundschaft zu begegnen“.

Wolfram Hammer

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