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Norddeutschland Albig beim Papst
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09:19 10.10.2016
Schleswig Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist beim Papst zu einer Privataudienz Quelle: dpa/Archiv
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Kiel

Albig fährt nicht alleine. Das Treffen mit Papst Franziskus ist Teil einer gemeinsamen Reise mit dem katholischen Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der den Besuch beim Papst initiierte. Albig wird zudem von SPD-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniel Günther und der Leiterin des katholischen Büros in Kiel, Beate Bäumer, begleitet.

Themen bei der Privataudienz sollen die Lübecker Märtyrer sowie die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus. Sie befasst sich mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz. Albig hatte im Sommer gemeinsam mit der Kirche zu einem Kolloquium zu diesem Thema eingeladen.

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Die Lübecker Märtyrer

Am 10. November 1943 wurden vier Lübecker Geistliche, der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink und die katholischen Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek im Hamburger Gefängnis am Holstenglacis mit dem Fallbeil hingerichtet. Der nationalsozialistische Volksgerichtshof hatte sie wegen „Wehrkraftzersetzung, Heimtücke, Feindbegünstigung und Abhören von Feindsendern“ zum Tode verurteilt.

„Gleichschaltung“ war ein zentrales Herrschaftsinstrument des nationalsozialistischen Regimes; Schweigen, Gehorsam, Sicheinfügen seine kategorischen Forderungen. Die vier Lübecker Geistlichen widersetzten sich diesem Allmachtsanspruch - und erkannten immer klarer den unauflösbaren Widerspruch zwischen dem christlichen Glauben und der rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten. Dieser Widerspruch ließ sie nicht mehr schweigen.

Die Kapläne wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen und Stellbrink geehrt.

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