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Norddeutschland Alstermord: Täter weiter auf der Flucht
Nachrichten Norddeutschland Alstermord: Täter weiter auf der Flucht
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21:10 09.10.2017
Hamburg

Hinterrücks sticht ein Unbekannter einen Jugendlichen nieder, der mit einer Freundin am Ufer der Alster sitzt. Der Mord im Oktober des vergangenen Jahres erschüttert viele Hamburger. Die Polizei ermittelt intensiv, konnte aber bisher keine Fahndungserfolge erzielen.

Nur wenige Bluttaten haben die Hamburger so bewegt wie die tödlichen Messerstiche auf einen 16-Jährigen an der Alster vor einem Jahr. Monatelang verwandelte sich der Tatort unter der Kennedybrücke in eine Gedenkstätte mit Blumen und Grablichtern. Die Polizei hat seit der Tat am 16. Oktober 2016 nichts unversucht gelassen, den Mörder zu finden. Doch bislang ist alles vergeblich geblieben.

Am ersten Wochenende der Herbstferien war der 16 Jahre alte Gymnasiast mit einer 15 Jahre alten Freundin unterwegs gewesen. Beide setzen sich an dem Sonntagabend ans Ufer. Gegen 22 Uhr tritt der Täter von hinten an die beiden heran und sticht unvermittelt auf den Jugendlichen ein. Dessen Freundin stößt er in die Alster. Dann flüchtet er. Der Junge erleidet lebensgefährliche Verletzungen und stirbt wenig später im Krankenhaus, das Mädchen kann sich selbst aus dem Wasser retten.

Die Polizei leitet sofort umfangreiche Ermittlungen ein – ohne Erfolg. Den Täter beschreibt die Polizei so: „südländische Erscheinung, 23 bis 25 Jahre alt, 180 bis 190 cm groß, kurze, dunkle Haare, Dreitagebart, brauner Pullover, blaue Jeans“. Die Terrororganisation Islamischer Staat behauptet, für den Mord verantwortlich zu sein. Die Ermittler bezweifeln das.

Die Polizei schreibt 11 000 Hamburger Ärzte an, weil sie vermutet, dass sich der Täter an der Hand verletzt hat. Sie wertet Tausende Handydaten aus. Eine Hinweisbox wird aufgestellt und eine Belohnung von 5000 Euro ausgelobt. Dennoch ist der Täter noch immer ein Phantom.

LN

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