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Norddeutschland Angelverbot: Protest reißt nicht ab
Nachrichten Norddeutschland Angelverbot: Protest reißt nicht ab
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21:17 28.09.2017
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Kiel/Eutin

Aufgebrachte Bürger, Krisensitzung in Eutin und scharfe Kritik von zwei Fraktionen im Landtag: Nachdem Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) für weite Teile des Fehmarnbelts ein Angelverbot erlassen hat, reißt die Kritik an ihrer Entscheidung nicht ab.

Bei der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (egoh) wollen sich Betroffene am kommenden Montag treffen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Der dortige Koordinator für Wasserwirtschaft, Jens Meyer, rechnet mit einem Verlust von 50 Arbeitsplätzen allein auf den Kuttern, die Angeltouristen aufs Meer fahren. Am Geschäft mit dem Meeresangeln hingen zudem Angelgeschäfte, Gastronomen, Hoteliers, Betreiber von Kleinbooten. Sie alle könnten nun einpacken. „Zehntausende Angelgäste werden uns den Rücken kehren und nach Dänemark und Polen abwandern.“

Manfred Wohnrade, Vorsitzender der Vereins „Wassertourismus in Schleswig-Holstein“, sprach von einem großen Schock bei allen Betroffenen. „Unsere ganze Anteilnahme gilt den ohne Not in ihrer Existenz bedrohten Familien“, sagte Lars Wernicke vom „Organisationsteam Anglerdemo“.

Protest auch aus dem Kieler Landtag: „Das geht vollkommen am Bürger vorbei“, sagte Klaus Jensen (CDU). Hendricks habe bewusst auf den Dialog mit den Betroffenen verzichtet. Der Alleingang der Noch-Umweltministerin gegen den Willen ihres Koalitionspartners „beschädigt unsere politische Kultur“, beklagte der Abgeordnete Dennys Bornhöft (FDP). ctö

LN

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