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10:27 15.06.2018
Wissenswertes über Bäume bietet auch die App „Waldfiebel“. Saskia Bücker hat sie sich genauer angesehen.
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Wildblumen und Früchte kann die kostenfreie App „Pl@ntNet“ mit Hilfe einer visuellen Erkennungssoftware identifizieren. Die Nutzer machen Fotos der zu bestimmenden Pflanze, anschließend werden die Bilder mit Abbildungen in einer Referenzdatenbank verglichen. Ein eindeutiges Ergebnis ist also nur zu erwarten, wenn es genügend Abbildungen der Pflanze in der Referenzdatenbank gibt. Das bedeutet auch: je mehr Nutzer, umso besser. Denn identifizierte Pflanzen können der Datenbank hinzugefügt werden.

Anwendung: Nach der Installation wird die geografische Lage (Westeuropa) ausgewählt. Anschließend über das Symbol der Lupe den Kameramodus aktivieren und ein Foto schießen. Empfohlen wird, nur einen Teil der Pflanze zu fotografieren. Dann wählt man aus, ob es sich bei dem abgelichteten Objekt um Blatt, Blüte, Frucht oder Rinde handelt. Erkennt „Pl@ntNet“ die Pflanze, werden Name und Informationen angezeigt.

Versuch: Einen Apfel identifiziert „Pl@ntNet“ problemlos. Und auch die jetzt überall blühende Wildblume Schafgarbe erkennt die App.

Schmetterlinge, Insekten sowie andere Tiere und Pflanzen findet die App „Map of Life“. Diese App nutzt den Standort des Nutzers und zeigt in der Umgebung verbreitete Arten an. Die App arbeitet aber auch ohne Standortzugriff. In diesem Fall muss man die gewünschte Region selbst auf einer Karte auswählen. Am Standort Lübeck findet die App beispielsweise über 80 Schmetterlingsarten, 15 Schwärmer, 20 Fische und über 60 Libellenarten. Wird dann eine Art angewählt – zum Beispiel der Violette Waldbläuling – liefert die App Bilder, Beschreibung und eine Karte mit dem Verbreitungsgebiet des Schmetterlings.

Anwendung: Die Nutzung ist simpel. Nach der Installation kann der Nutzer die Sprache unter dem Menüpunkt „Settings“ auswählen. Beim erstmaligen Herunterladen ist Englisch noch voreingestellt. Anschließend wird über das Menü ausgewählt, ob Arten am eigenen Standort angezeigt werden sollen, man selbst Arten nach Namen suchen will oder Arten an anderen Standorten gezeigt werden sollen. Unter dem Menüpukt „Auf Karte anzeigen“ findet „Map of Life“auch diverse Tierarten weltweit.

Wer sich zusätzlich ein Nutzerkonto anlegt, kann selbst Beobachtungen einreichen und so die Datenbank der App erweitern.

Wissenswertes über Bäume und mehr rund um den Wald bietet die App „Waldfiebel“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Nutzer können hier zum Beispiel per Foto die Höhe eines Baumes messen lassen, mit einem Quiz ihr Wissen festigen oder sich mit einer Panoramakarte auf einen Spaziergang begeben und den Tieren des Waldes auf die Spur kommen. Außerdem gibt es detaillierte Informationen und Zeichnungen zu Bäumen, Blättern, Pflanzen und Früchten.

Bei Tier- und Pflanzenarten, die vor allem in den Städten vorkommen, hilft die App „Naturblick“ vom Berliner Museum für Naturkunde. Mit dieser App können diverse Arten von Amphibien, Vögeln, Säugetieren, Reptilien, Schmetterlingen sowie Bäumen, Kräutern und Wildblumen bestimmt werden.

Die Anwendung ist einfach. Nach der Installation wird ausgewählt, ob beispielsweise Säugetiere oder Amphibien bestimmt werden sollen. Anschließend fragt die App nach Merkmalen des Tieres und zeigt mögliche Ergebnisse an. Wurde ein Säugetier beobachtet, wird zum Beispiel nach der Größe des Tiers gefragt. Zum Schluss werden anhand der Antworten mögliche Tierarten angezeigt. Zu jedem gibt es eine detaillierte Beschreibung, auch Verwechslungsarten werden genannt.

 lj

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