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Norddeutschland „Atommüll bleibt in Brunsbüttel“
Nachrichten Norddeutschland „Atommüll bleibt in Brunsbüttel“
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23:10 20.06.2013

ür Strahlenschutz bestimmte terroristische Risiken nicht hinreichend ermittelt habe. Solange das nicht rechtskräftig ist, ändert sich für die Atomaufsicht nichts. Selbst wenn es rechtskräftig werden sollte: Die Castoren bleiben im Zwischenlager, dürfen laut Atomgesetz gar nicht woanders hin, und auf die Straße stellen können wir sie auch nicht.

LN: Sind die Anwohner in Gefahr?

Habeck: Unsere Atomaufsicht hat keine Erkenntnisse, dass die Sicherheit des Lagers beeinträchtigt ist.

LN: Wird das Zwischenlager jetzt sicherheitstechnisch nachgerüstet?

Habeck: Das müssen Sie zuallererst Bundesumweltminister Altmaier fragen, der hat die BfS-Aufsicht.

LN: Was würde eine Nachrüstung kosten, wer zahlt sie?

Habeck: Der Betreiber müsste die Kosten tragen, Vattenfall hat bereits aus anderem Anlass eine Nachrüstung beantragt.

LN: Lassen Sie jetzt auch die Lager Brokdorf und Krümmel prüfen?

Habeck: Brokdorf und Krümmel sind baugleich, haben aber rechtskräftige Genehmigungen.

LN: Sie wollten Castoren aus Sellafield aufnehmen. Das schaffen Sie doch jetzt zeitlich gar nicht mehr.

Habeck: Das politische Angebot bleibt bestehen. Die Diskussion wird sich aber nicht mehr so stark auf Brunsbüttel konzentrieren.

LN: Wo bleiben die 26 Castoren?

Habeck: Das muss Altmaier regeln.

LN: Kommt das Endlagersuchgesetz denn jetzt überhaupt noch?

Habeck: Wir brauchen es dringendst. Interview: W. Hammer

LN

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