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Norddeutschland Auf der neuen A 1 entspannt nach Bremen
Nachrichten Norddeutschland Auf der neuen A 1 entspannt nach Bremen
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11:16 13.10.2012
LN-Redakteurin Julia Paulat hat freie Fahrt nach Bremen: Die A 1 ist auf sechs Spuren erweitert.
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Schleswig-Holstein

Der Ausbau der A 1 zwischen Hamburg und Bremen ist abgeschlossen. Autofahrer, die gen Westen wollen, haben wieder freie Fahrt – zumindest ab Hamburg. Damit ist einer der größten Engpässe im deutschen Autobahnnetz behoben. Die LN haben die Strecke getestet. 12 Uhr: Maschener Kreuz – nach einer guten Stunde Fahrzeit ab Lübeck. Noch sieht es aus wie üblich.12.05 Uhr: Ab Buchholzer Dreieck wird es dreispurig. Hier also beginnt der neue, 73 Kilometer lange Autobahn-Abschnitt, der in vier Jahren von einem privaten Baukonsortium erneuert wurde. Der Straßenbelag ist hellgrau, auf drei Spuren rauschen Fahrzeuge geschmeidig Richtung Bremen. Die Markierungsstreifen strahlen in sattem Weiß, der rechte Rand wird von Leitplanken eingefasst. Alles sieht noch so neu aus, irgendwie aufgeräumt. Ganz zaghaft schauen gelb blühende Gräser unter der Mittelleitplanke hervor, höchstens knöchelhoch sind sie.12.12 Uhr: Die Raststätte Aarbachkate ist hinter hohen Lärmschutzwänden versteckt. Sie sind oben von einem blauen, unten von einem roten Rand eingefasst – so wie sie uns auf der ganzen Fahrt begleiten werden. Das Design und die Farbgebung auf der rund 73 Kilometer langen Strecke sind aus einem Guss. Auch die 36 Brücken fallen durch blauen Fliesen und blaue Metall-Dreiecke ins Auge. Geschwindigkeitsbegrenzungen hingegen sind nicht zu sehen.12.15 Uhr: Bei der Abfahrt Heidenau ragen gelbe Rohre seitlich aus der Fahrbahn. Sie sollen das Regenwasser von der Fahrbahn ableiten, ohne die noch kahle Böschung auszuspülen.12.16 Uhr: In Höhe des Rasthofes Ostetal wechselt der Fahrbahnbelag. Jetzt ist er deutlich dunkler, fast schwarz. Hier fährt man auf Asphalt, während auf dem ersten Abschnitt Beton verwendet wurde. Ruhig liegt der Wagen auf der Straße, im Schnitt fahren wir 120 Kilometer pro Stunde. Lastwagen lassen wir rechts hinter uns. Sie kommen aus allen Teilen Deutschlands, aus Luxemburg, Belgien, Holland. 12.19 Uhr: Direkt neben der Autobahn schieben zwei Bagger Erde auseinander – letzte Aufräumarbeiten stehen also doch noch an.12.31 Uhr: An der Abfahrt Stuckenborstel schlängeln sich bereits Kletterpflanzen an den Lärmschutzwänden empor. Graffiti ist aber noch nicht zu sehen.12.32 Uhr: Bei der Raststätte Grundbergsee legen wir eine Pause ein. Auch hier sind die Außenanlagen neu gestaltet. Bei den Reisenden ist die Stimmung entspannt. „Ich bin begeistert“, sagt Enne Janssen (71). Jahrelang musste sie die Strecke mit den Baustellen nehmen. „Man schwimmt so mit dem Verkehr mit“, erzählt Horst Rosteggen, der gerade von Gelting (Kreis Schleswig-Flensburg) auf dem Heimweg nach Aurich ist. Die Erweiterung auf drei Spuren, das sei eine gute Idee gewesen, meint er.12.47 Uhr: Weiter geht’s. Bei Oyten wechselt der Fahrbahnbelag erneut. Sogenannter offenporiger Asphalt soll die Fahrgeräusche mindern. Der Belag soll mindestens sieben bis acht Jahre halten, in anderen Bereichen bis zu 15 Jahre. Erstmals tauchen nun wieder Straßenschilder auf. 120 Kilometer pro Stunde sind vorgeschrieben.12.55 Uhr: Am Bremer Kreuz, kurz vor der niedersächsischen Landesgrenze zu Bremen, endet die neue Autobahn. Und unsere Tour – nach etwa 100 Minuten Fahrtzeit. In vier Wochen soll ein weiteres Nadelöhr auf der A 1 beseitigt sein: Die Arbeiten bei Bargteheide gehen nach Angaben des Verkehrsministeriums dem Ende entgegen. Gestern wurde bereits das Stück zwischen dem Kreuz Lübeck und Reinfeld freigegeben.

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