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Norddeutschland Ausbau der A 7 macht große Fortschritte
Nachrichten Norddeutschland Ausbau der A 7 macht große Fortschritte
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20:43 15.01.2018
In Hamburg soll die A 7 – hier in Höhe Stellingen – künftig anwohnerfreundlich unter einem Deckel verlaufen. Quelle: Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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Kiel

„Ich appelliere an alle Verkehrsteilnehmer, weiterhin aufmerksam und mit der notwendigen Geduld die Baustellenstrecke zu befahren“, sagte Buchholz gestern beim „A-7-Jahresgespräch“ in Kiel. Die Zahl der Unfälle auf dem Abschnitt sei 2017 stark gestiegen, von 740 auf 1030. Und das, obwohl bereits einige Streckenabschnitte ausgebaut und für Tempo 120 dreispurig freigegeben worden seien. Offenbar verleite das einige Fahrer zum zu starken Beschleunigen, oder sie seien unaufmerksam, wenn sich die Spuren wieder auf zwei verengten, so Buchholz. Glücklicherweise habe es sich meist nur um Blechschäden gehandelt.

Ein generelles Tempolimit soll es nach dem Ende der Bauarbeiten dort aber nicht geben, betonte der FDP-Minister. Allenfalls kurz vor Hamburg sei eine temporäre Steuerung des Verkehrs über die neuen Schilderbrücken und Verkehrsleitsysteme vorstellbar. In Höhe Neumünster kann Auto- und Lkw-Fahrern in Richtung Süden darüber zudem wieder angezeigt werden, Hamburg besser über die B 205, A 21 und A 1 zu umfahren.

Während auf den 65 Kilometern in Schleswig-Holstein das Ende der Arbeiten des Baukonsortiums „Via Solutions Nord“ damit absehbar ist, wird in Hamburg noch auf Jahre hinaus gebuddelt. Dort wird die A 7 südlich des Dreiecks Nordwest nicht nur auf acht Spuren je Richtung verbreitert, sondern auch mit drei langen Deckeln versehen und damit künftig durch drei Tunnel geführt. Dadurch sollen die Anwohner besser vor Lärm und Abgasen geschützt werden.

Das sei „ein Stück weit Stadtreparatur“ der Schneise, die durch den Bau der A 7 durch ganze Stadtteile geschlagen worden sei, sagt der Projektleiter der Autobahn-Projektgesellschaft Deges, Bernd Rothe. Auf dem Deckel sollen vor allem Grünflächen entstehen. Eine erste Tunnelhälfte bei Schnelsen soll in diesem Sommer freigegeben werden, das letzte Deckel-Stück vor dem Elbtunnel 2025 fertig werden. Bis dahin werde auch die auf 3,8 Kilometern auf einer Brücke geführte A 7 direkt südlich des Elbtunnels bis Heimfeld komplett saniert und auf acht Spuren verbreitert sein, sagt Bernd Rothe.

Für Schleswig-Holstein sei es aber „das Jahr des Endspurts“, sagt Buchholz. Dann wären schon mal rund 95 Prozent der Strecke saniert und verbreitert, was zu einer deutlichen Entspannung des Verkehrs führen werde. Via Solutions werde die Strecke bis 2044 auch betreiben. Die Deges koordiniere die Arbeiten sehr professionell. Man sei daher froh, dass diese Projektgesellschaft des Bundes und der meisten Bundesländer auch Planung und Weiterbau der A 20 im Land übernommen habe.

Von Wolfram Hammer

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