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Norddeutschland Baby nach Schütteln in Lebensgefahr
Nachrichten Norddeutschland Baby nach Schütteln in Lebensgefahr
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21:17 18.12.2015

. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt in einem neuen Fall von schwerer Kindesmisshandlung im Stadtteil Altona-Nord. Ein zwölf Monate alter Junge sei vermutlich durch Schütteln lebensgefährlich verletzt worden, sagte gestern Oberstaatsanwalt Carsten Rinio. Nach Medienberichten, die aus Behördenkreisen bestätigt wurden, lag das Kind gestern im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) im Sterben. Die lebenserhaltenden Maßnahmen seien abgeschaltet worden.

Das Kind sei vor einer Woche in die Klinik gebracht worden. Dort hätten die Ärzte ein Schütteltrauma festgestellt, sagte Rinio. Ermittelt werde gegen die Mutter des Kindes und ihren Lebensgefährten, der nicht der Vater des Jungen sei. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ ist die Mutter eine 22-Jährige aus dem Stadtteil Altona. Sie soll vor einer Woche festgenommen, aber wieder freigelassen worden sein. Die Mordkommission ermittele.

Den Medienberichten zufolge wurde die Familie vom Jugendamt betreut. Nur einen Tag, bevor das Kind ins Krankenhaus gebracht wurde, hatte demnach eine sozialpädagogische Familienhilfe die Familie besucht. Die Fachkraft habe blaue Flecken dokumentiert, aber nicht an den Allgemeinen Sozialen Dienst weitergemeldet, hieß es. Ein Sprecher des Bezirksamts Altona sagte, die Jugendhilfeinspektion sei eingeschaltet worden.

Diese vierköpfige Kommission war nach dem Tod des Mädchens Chantal Anfang 2012 vom damaligen Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) eingerichtet worden. Sie sollte Behörden- Fehler in der Betreuung von Kindern vermeiden helfen und aufklären.

LN

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