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Norddeutschland Bäume stürzen um – fünf Verletzte auf Waldcampingplatz
Nachrichten Norddeutschland Bäume stürzen um – fünf Verletzte auf Waldcampingplatz
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21:14 04.08.2017
Rettungswagen auf dem Campingplatz: Eine Kiefer war dort umgeknickt und auf das Zelt einer familie aus Bayern gestürzt. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Verletzte Menschen, entwurzelte Bäume, Schiffe in Seenot – das heftige Unwetter am Donnerstagabend hat Verwüstungen in vielen Teilen Vorpommerns hinterlassen. Die Schäden sorgten auch gestern noch für viel Arbeit: Helfer entfernten abgeknickte Bäume von Straßen, beseitigten Störungen an Bahnstrecken und räumten Campingplätze auf.

Zum schlimmsten Vorfall war es auf einem Campingplatz in Freest (Kreis Vorpommern-Greifswald) gekommen. Bei dem Gewitter mit Hagel und Sturmböen brach eine Kiefer ab und stürzte auf ein Zelt. Dabei wurden fünf Menschen verletzt. Ein dreijähriger Junge kam mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Kopfverletzungen in eine Klinik. Auch die Eltern des Jungen, eine Schwester und ein weiteres Mädchen wurden leicht verletzt. Das Zelt der Familie aus dem bayerischen Kreis Neuburg-Schrobenhausen stand unmittelbar neben einer Kiefer, deren Baumkrone abbrach und die Urlauber einklemmte. Der 29 Jahre alte Vater, die 28-jährige Mutter und die siebenjährige Schwester seien vorsorglich in das Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Eine andere 14-Jährige sei nach einem Baumabbruch von einer Zeltstange getroffen und verletzt worden.

Eine genaue Übersicht über Schäden hatte der Campingplatzbetreiber gestern morgen noch nicht. „Wir sind noch am Aufräumen“, sagte ein Sprecher. Freest gehört zu Kröslin und liegt auf dem nordöstlichsten Teil des Festlandes unweit der Ostsee gegenüber der Insel Usedom. Im Norden Vorpommerns stürzten bei dem Gewitter noch vereinzelt Bäume um, so dass die Bundesstraße 105 auch kurzzeitig blockiert war. Weitere nennenswerte Schäden habe es in der Region aber nicht gegeben, sagte ein Sprecher des Landkreises.

Zwischen Stralsund und Niepars (Kreis Vorpommern-Rügen) war der Zugverkehr nach einem Blitzschlag lahmgelegt. Bahnreisende nach Stralsund mussten in Velgast aussteigen. Die Arbeiten zur Beseitigung der Störung in einem elektronischen Stellwerk dauerten auch gestern noch an. In der Region sorgten umgestürzte Bäume für lange Staus auf der B 105.

Im Bereich Grimmen hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun. Etwa in Grammendorf (Kreis Vorpommern-Rügen), wo eine unglückliche Kettenreaktion für Schäden in einer Schule sorgte: Eine vom Sturm abgerissene Bauplane verstopfte den Regenabfluss der Schule. Die Folge: Das Wasser floss durch Lichtschächte in den Keller, bis es dort 20 Zentimeter hoch stand und von der Feuerwehr abgepumpt werden musste. Auch in anderen Orten der Region mussten Feuerwehren ausrücken.

Axel Meyer

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