Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Bahngipfel: Strecke Lübeck - Kiel wird weiter ausgebaut
Nachrichten Norddeutschland Bahngipfel: Strecke Lübeck - Kiel wird weiter ausgebaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 01.11.2013
Von Lübeck nach Kiel in weniger als 60 Minuten: Der Bahnverkehr in Schleswig-Holstein wird mit rund 460 Millionen Euro modernisiert. Quelle: Olaf Malzahn
Anzeige
Lübeck

Die Deutsche Bahn will in den nächsten vier Jahren rund 460 Millionen Euro in die Bahninfrastruktur in Schleswig-Holstein investieren. Dazu gehöre der Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Lübeck, die Verlängerung der S-Bahn-Linie 21 von Aumühle über Hamburg-Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen im Kreis Segeberg sowie die Planung der neuen S-Bahnlinie 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Freitag in Lübeck.Zuvor hatte er sich mit Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) zu einem Bahngipfel getroffen. Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass eine leistungsfähige Infrastruktur wichtig für die Mobilität der Bürger sei, sagte Albig.

Durch die zweite Ausbaustufe soll der Regionalexpress Kiel-Lübeckvon 2016 an nur noch 55 Minuten unterwegs sein. Derzeit beträgt die Fahrtdauer knapp 70 Minuten. Auch die Pünktlichkeit im Nah- und Fernverkehr, die Verfügbarkeit der Fahrzeuge und die Information der Fahrgäste bei Störungen will die Bahn verbessern. 94 Prozent der 460 Millionen Euro sollten in den Bestand investiert werden, sagte Grube. „Das Schienennetz der Deutschen Bahn in ganz Deutschland ist teilweise überaltert, es besteht ein Investitionsstau von 37 Milliarden Euro, der sich bis auf 50 Milliarden erhöhen wird, wenn wie nicht gegensteuern“, sagte der Bahnchef.

Verkehrsminister Meyer sagte, bei dem Treffen sei auch über die Bahnanbindung der geplanten festen Fehmarnbeltquerung gesprochen worden. „Wir haben gegenüber der Bahn noch einmal deutlich gemacht, dass die Akzeptanz der Bürger bei einem solchen Projekt sehr wichtig ist. Das bedeutet, dass man im südlichen Teil der Strecke bei den Badeorten weg von der bestehenden Trasse geht“, sagte Meyer. Diese „2-plus-1-Trasse“ werde im laufenden Raumordnungsverfahren geprüft, sagte Grube.

Ob die Strecke schon zur Eröffnung des Tunnels 2021 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert sein wird, wie es sich die Landesregierung wünscht, wollte der Bahnchef aber nicht versprechen. Einen Ausstieg Deutschlands aus dem milliardenschweren Verkehrsprojekt halten aber sowohl die Bahn als auch die Landesregierung für unwahrscheinlich. „Das wäre eine Blamage, die sich Deutschland nicht leisten wollen wird“, sagte Albig.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige