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Norddeutschland Bandenkriege und Bausteinkrise
Nachrichten Norddeutschland Bandenkriege und Bausteinkrise
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18:19 04.11.2017
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Bandenkonflikt dauert an: Der an einen Rockerkrieg erinnernde Kampf zwischen zwei Banden in Kopenhagen, Süd-Seeland, auf Lolland und Falster dauert an – trotz intensiven Polizeieinsatzes mit Hubschraubern. Seit August hat der Konflikt drei Menschen das Leben gekostet, zehn wurden zum Teil schwer verletzt. Zu Wochenbeginn wurde bei Schießereien zwischen Mitgliedern der Banden „Loyal to Familia“ und „Brothas“ wieder eine Person getötet, drei weitere wurden verletzt.

Sieben der Verletzten waren Unbeteiligte, die nur „zur falschen Zeit am falschen Ort waren“, sagte ein Polizeisprecher. Schauplatz des Krieges zwischen den Banden ist hauptsächlich das Stadtviertel Nørrebro mit Schwerpunkt Mjølnerpark, einem sozialen Brennpunkt mit hoher Jugendkriminalität. Wie der Sender Danmarks Radio (DR) berichtet, planen zahlreiche Anwohner, wegen der vielen Schießereien wegzuziehen.

Teure Wahlplakate aus Deutschland: Im Kommunalwahlkampf am falschen Ende gespart haben die Sozialdemokraten in der Stadt Esbjerg. Sie mussten 1200 Wahlplakate, die aus Kostengründen in Deutschland gedruckt worden waren, wieder einstampfen. Denn die deutsche Druckerei konnte nicht rechtzeitig nachweisen, dass die Plakate unter Einhaltung von Tarif- und Arbeitsrecht hergestellt wurden – von Beginn bis Ende der gesamten Produktions- und Lieferkette. Das berichtete die Zeitung Jydske Vestkysten. Ein solcher Nachweis, der weit über die Tariftreue hinausgeht, ist jedoch eine zentrale Forderung der dänischen Sozialdemokraten. Sie hatten den Auftrag auch einer dänischen Druckerei erteilt. Die Bestellung landete aber auf Umwegen letztlich bei einer nicht genannten deutschen Druckerei: Weil die mit leistungsfähigeren Maschinen und niedrigeren Löhnen billiger produzieren konnte, heißt es in der Zeitung. Die Kommunalwahlen in Dänemark finden am 21. November statt.

Kleider-Schock für die Kronprinzessin: Es ist für viele Frauen noch immer ein Alptraum, bei einem Fest einer anderen Frau im gleichen Outfit zu begegnen. Der dänischen Kronprinzessin Mary ist es jüngst geschehen, ausgerechnet bei einer Designpreis-Gala in der Kunsthalle Charlottenborg in Kopenhagen: Die Gastgeberin trug das gleiche Kleid wie Mary, berichtete die auf royalen Klatsch spezialisierte Zeitung Billed Bladet. Mary aber habe den Schock mit lauten Lachen überdeckt, was ihr gewiss dadurch leichter fiel, dass die Gastgeberin eine gute Freundin sei, schreibt die Zeitung.

Lego in der Krise: Einer der größten dänischen Konzerne, der für Bauklötze bekannte Spielzeughersteller Lego, leidet unter Umsatzrückgängen und sinkenden Gewinnen. Nachdem der Umsatz im ersten Halbjahr um fünf Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis lag, sollen jetzt weltweit 1400 Mitarbeiter entlassen werden, etwa 500 bis 600 davon in Dänemark. Das gab der Konzern bekannt.

LN

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