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Norddeutschland Behlendorf: Grass-Skulptur „Butt im Griff“ als Dauerleihgabe
Nachrichten Norddeutschland Behlendorf: Grass-Skulptur „Butt im Griff“ als Dauerleihgabe
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08:02 10.08.2018
Die Skulptur "Butt im Griff" des Künstlers und Nobelpreisträgers Günter Grass steht vor dem Gemeindehaus "Brinkhuus". Quelle: Markus Scholz
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Behlendorf

Eine „Butt“-Skulptur von Literaturnobelpreisträger Günter Grass (1927-2015) ist vor dem Gemeindezentrum (Brinkhuus) in Behlendorf bei Lübeck aufgestellt worden. Der Schriftsteller und bildende Künstler hatte 1986 ein Haus am Rande des Ortes gekauft und dort mit seiner Frau Ute bis zu seinem Tod am 13. April 2015 gelebt. Der Guss „Butt im Griff“ ist ein Schwesterstück der Bronze, die im Hof des Lübecker Günter Grass-Hauses steht, wie Hilke Ohsoling, Geschäftsführerin der Günter und Ute Grass Stiftung, in der Trave-Stadt mitteilte.

Frank-Thomas Gaulin vom Kunsthaus Lübeck, der viele Jahre als Kunstverleger und -liebhaber mit Grass zusammengearbeitet hat, hat die Bronzeskulptur gemeinsam mit der Günter und Ute Grass Stiftung der Gemeinde Behlendorf als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Auf dem Behlendorfer Friedhof, der nur wenige Meter vom Brinkhuus entfernt liegt, ist Günter Grass begraben.

Die etwa 2,20 Meter hohe Butt-Skulptur wurde ursprünglich für eine große Grass-Ausstellung im Schloß Salzau angefertigt. Später gelangte sie anlässlich einer Ausstellung in der Jakob-Kemenate nach Braunschweig. Von dort kam sie jetzt nach Behlendorf, wo sie kürzlich zur Eröffnung der Schau „Dörfer zeigen Kunst“ aufgestellt wurde. Insgesamt gibt es fünf Güsse der „Butt“-Skulptur.

Sonderdrucke einiger Aquarelle von Grass sind zurzeit im Brinkhuus im Rahmen der an Wochenenden bis zum 19. August geöffneten Ausstellung „Dörfer zeigen Kunst“ zu sehen. Die Aquarelle gehören zu dem Gedichtband „Fundsachen für Nichtleser“ (Steidl Verlag, 1997), Grass selber sprach von Aquadichten. Kostprobe: „In diesem trockenen Sommer/hing unser Garten an Schläuchen;/und auch ich war oftgesehener Gast/im Klinikum Lübeck, wo eilige Oberärzte/gerne Professor wären.“

dpa/lno

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