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Norddeutschland Beilattacke im Zug – Frau muss in Psychiatrie
Nachrichten Norddeutschland Beilattacke im Zug – Frau muss in Psychiatrie
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21:16 06.10.2016
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Kiel

Nach einer Beilattacke auf eine Frau in einem Zug nach Kiel muss eine 34-Jährige in einer geschlossenen Psychiatrie bleiben. Das entschied das Kieler Landgericht gestern.

Die Frau hatte am 29. Februar im Wahn plötzlich mit einem Beil auf eine Mitreisende eingeschlagen. Die Beschuldigte ist an paranoid halluzinatorischer Schizophrenie erkrankt. Die 34-Jährige war nach eigenen Worten auf dem Weg in die Schweiz – im Glauben, der dritte Weltkrieg breche aus.

Im Zug habe sie sich zunächst mit der 58 Jahre alten Mitreisenden unterhalten. Dann habe sie aber plötzlich Panik bekommen und zugeschlagen. Im Wahn habe sie geglaubt, die Frau sei „ein Klon und beauftragt, mich zu töten“. Die Mitreisende konnte die Attacke abwehren und wurde nur leicht verletzt. Das Beil hatte die Beschuldigte in ihrer Tasche, weil sie an Verfolgungsängsten litt. Nach ihren Angaben leidet sie seit Jahren an Waschzwang und Wahnvorstellungen.

Sie ist bereits seit der Tat in einer geschlossenen Fachklinik untergebracht. Sie hatte sich gewünscht, umgehend in eine offene Einrichtung wechseln zu dürfen. Das hielten jedoch alle anderen Prozessbeteiligten für zu riskant. Die Angeklagte nahm das Urteil an. Es ist bereits rechtskräftig.

LN

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